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Sebastian Penno

SPD 22.05.2025 4:11 min Tagungsabschnitte 19/25

Wie ist die Wiederbewaldung des Harzes geplant?

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich dachte gar nicht, dass ich hier so schnell stehen darf. Der Kollege Dorendorf hat sich kurz gefasst. Ich finde es aber insgesamt schön, dass wir uns im Rahmen der Fragestunde mit der Frage der Wiederbewaldung des Harzes befassen. Ein wirklich wichtiges Thema, und das sage ich nicht nur als Südniedersachse, der zwischen Harz und Solling wohnt. Sicher gilt das auch für meine Kollegen Willeke und Saade aus dem Harz. Die Frage der Baumartenzusammensetzung auf den Flächen der Niedersächsischen Landesforsten im Harz ist aus meiner Sicht eine zentrale, weil zukunftsweisende Frage. Denn seit 2018 sind etwa 30 000 ha Landeswald im Harz durch Klimaschäden betroffen, insbesondere durch Borkenkäferbefall und Sturmschäden - Ministerin Staudte hat das bereits ausgeführt. Um auch einmal die bei uns in Deutschland allgemein anerkannte Umrechnungsgröße Fußballfeld zu nutzen: Wir sprechen über eine Fläche von etwa 42 000 Fußballfeldern. Das alles sind Folgen des Klimawandels. Zusätzlich kommen noch Faktoren wie Dürre wie das momentan der Fall ist, Sonnenbrand und Waldbrände hinzu. Hoffentlich wird wohl auch dem Letzten klar, vor welchen Herausforderungen wir stehen. Deshalb ist es richtig, dass die Niedersächsischen Landesforsten und die Niedersächsische Landesregierung im Harz eine umfassende Strategie zur Wiederbewaldung umsetzen, die sowohl Aufforstung als auch Waldumbau umfasst. Schon jetzt haben die Niedersächsischen Landesforsten über zehn Millionen Setzlinge gepflanzt und so den Grundstein für neue Wälder im Harz gelegt. Ministerin Staudte hat auch das bereits erwähnt. Wie die Ministerin ebenfalls ausgeführt hat, setzen die Niedersächsischen Landesforsten und die Niedersächsische Landesregierung richtigerweise auf klimaresistente Mischwald-Baumarten. Die hierfür ausgewählten Baumarten sollen die Wälder widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Extremereignissen machen. Nicht zuletzt ist unser Programm LÖWE+, das 2017 weiterentwickelte Programm zum LÖWE-Programm von 1991, das übrigens auch im Rahmen des „Niedersächsischen Weges" im Jahr 2020 angepasst worden ist, ein wirklicher Erfolgsgarant für unseren niedersächsischen Wald. LÖWE steht nicht umsonst für „langfristige ökologische Waldentwicklung". Dadurch wird klar, dass die Niedersächsischen Landesforsten seit der ersten Ankündigung des LÖWE-Programms in der Regierungserklärung im Niedersächsischen Landtag am 27. Juni 1990 immerhin 15 Tage vor meiner Geburt und vor der Geburt von 20 weiteren Landtagskolleginnen und ‑kollegen langfristig planen, aber auch immer wieder Anpassungen vornehmen, um unseren niedersächsischen Wald bestmöglich aufzustellen. Zusammenfassend dürfte deutlich geworden sein, dass die Niedersächsischen Landesforsten und die Niedersächsische Landesregierung auf eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung des niedersächsischen Waldes und insbesondere des Harzes setzen. Durch die Kombination aus Aufforstung, Waldumbau, Pflege und gesellschaftlicher Unterstützung wird der Harz zu einem klimafitten Mischwald, der auch in Zukunft seine vielfältigen Funktionen, über die wir bestimmt noch einmal so lange sprechen könnten, erfüllen kann. An dieser Stelle danke ich Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche uns allen noch einen erfolgreichen Sitzungstag. Vielen Dank.

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