Axel Miesner
Handlungskonzept für den artgerechten Umgang mit Bibern an Niedersachsens Gewässern sicherstellen und eine fachkompetente Beratung ermöglichen
Andere sagen aber: Der Biber braucht Kaliber und muss mal ein bisschen was auf die Mütze bekommen. (Heiterkeit und Beifall bei der CDU und bei der AfD) Also gehen die Meinungen auseinander - je nach Betroffenheit natürlich. Sie müssen nicht auf die streng geschützte Art Biber eingehen, Sie müssen mehr auf diejenigen eingehen, die unter dem Biber leiden! Ich habe vom Kollegen Toepffer gehört, dass sie hier an der Leine sogar Wohngebiete unter Wasser setzen, dass hier die Keller volllaufen. So gesehen müssen wir uns um diese Dinge kümmern. Der Kollege Uwe Dorendorf sagt, allein im Landkreis Lüchow-Dannenberg tummeln sich er hat sie heute noch mal gezählt, hat er mir gesagt - - - (Wiard Siebels [SPD]: Er hat sie heute gezählt? - Heiterkeit) - Heute hat er sie gezählt, ja! Sie schreiben in Ihrem Antrag, der NLWKN gibt die Zahl mit 500 an. Der Kollege Dorendorf hat alleine schon 400 gezählt. Von daher gehen auch da die Meinungen auseinander. Ohne Frage: Wir sollten uns der Sache im Umweltausschuss annehmen. In jedem Fall sollten wir auch die Flächeneigentümer und die Flächennutzer zu Wort kommen lassen, weil die es sind, die leiden, wenn durch die Baumfällungen durch die Biber Überflutungen stattfinden, die Keller volllaufen, (Nadja Weippert [GRÜNE]: Aber darum geht es doch nicht!) - darum geht es schon! (Anne Kura [GRÜNE]: Deswegen wollen wir ja was tun!) wenn Ländereien unter Wasser stehen und deshalb nicht genutzt werden können. Auch diese Tatsachen müssen Sie hier benennen, weil Sie diesen Antrag ja gestellt haben. (Anne Kura [GRÜNE]: Das habe ich gerade eben getan!) Wie gesagt, es geht nicht um das Kuscheltier Biber, sondern darum, dass der Biber auch große Schäden anrichtet. Dieser Sache müssen wir schon auf den Grund gehen. (Beifall bei der CDU - Anne Kura [GRÜNE]: Das haben wir doch gerade eben gesagt!) Aber, Frau Kura, Ihre Zwischenrufe zeigen ja, dass es Ihnen in Wirklichkeit um ganz andere Dinge geht. (Anne Kura [GRÜNE]: Nein, mir geht es darum, dass Sie zuhören!) Sie sprechen hier vom Bibermanagement. Das ist fast das Gleiche wie beim Wolfsmamagent: Da passiert gar nichts, und denjenigen, die betroffen sind, wird nicht geholfen. Wir sehen das natürlich völlig anders: Denjenigen, die betroffen sind, muss auch geholfen werden, sie müssen vor dem Biber geschützt werden. Wie gesagt: Das ist kein Kuscheltier, sondern ein Tier, das im ländlichen Raum auch Schäden anrichtet. Das sollten Sie beachten - auch dann, wenn der Biber durch die Einkaufspassage in Hannover schleicht. (Volker Bajus [GRÜNE] meldet sich zu Wort) - Herr Bajus, Sie müssen keine Zwischenfrage stellen. Ich werde hier meine Meinung vertreten, und alles Weitere können wir im Ausschuss ausführen. (Heiterkeit bei der CDU) Vizepräsident Marcus Bosse: Herr Kollege Miesner, es gibt vom Kollegen Bajus den Wunsch auf eine Zwischenfrage. Lassen Sie die zu? Axel Miesner (CDU): Nein, nein, das wird hier nicht diskutiert! (Heiterkeit bei der CDU und bei der AfD) Der Biber, das ist bekannt, richtet Schäden an. Vizepräsident Marcus Bosse: Er lässt es nicht zu, Herr Kollege Bajus. Axel Miesner (CDU): Er fällt Bäume und setzt Ländereien unter Wasser. Das müssen wir so auf den Punkt bringen. Ein Bibermanagement darf nicht dazu führen, dass diejenigen, die Schäden an ihrem Eigentum festzustellen haben, nicht geschützt werden. Von daher ist es gut, dass wir darüber sprechen. Vizepräsident Marcus Bosse: Herr Kollege Miesner, es gibt den nächsten Wunsch auf eine Zwischenfrage. Axel Miesner (CDU): Das können wir so fortsetzen. Ich habe noch zwei Minuten. Die möchte ich gerne für mich nutzen. Oder ich schenke sie dem ganzen Plenum. In diesem Sinne, denke ich, haben wir alles soweit besprochen. (Heiterkeit) Vizepräsident Marcus Bosse: Herr Kollege Miesner, ich muss Sie enttäuschen. Es liegt mindestens noch eine Wortmeldung vor, eventuell sogar noch eine der Landesregierung; das werden wir dann sehen. Axel Miesner (CDU): Das zeigt ja, dass die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen meine Rede schätzt und das unterstützen will. Bei der Vorbereitung habe ich gelesen, dass Biberfleisch eine Delikatesse sein soll. (Heiterkeit) Da kann ich nur schließen mit: Schützt die Bäume, esst Biberfleisch - vielleicht mit einem schönen trockenen Rotwein! Danke schön. (Heiterkeit und Beifall bei der CDU und der AfD)
