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Dr. Andreas Philippi

18.06.2024 1:50 min Tagungsabschnitte 19/17

Gefahren der Humanen Papillomviren: Welche Maßnahmen unternimmt die Landesregierung zur Bekämpfung?

Herr Minister! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Frau Meyer, vielen Dank noch einmal für Ihren ausdrücklichen Hinweis. Es ist extrem wichtig, dass wir auch die Jungs, die rausgehen und sich draußen unterhalten, animieren, sich impfen zu lassen; denn bei ihnen gibt es noch eine Lücke von 80 %. Ich kann Ihnen aus meiner langjährigen Tätigkeit als Arzt berichten. Ich habe einen sehr guten Freund, der sich aufgrund eines HPV-induzierten Tonsillenkarzinoms schweren Operationen und einer langen Chemotherapie unterziehen musste. Er hatte sofort reagiert und seinen 16-jährigen Sohn gegen HPV impfen lassen. Mein Freund hat seine Erkrankung ‑ Gott sei Dank! ‑ überlebt und ist auch wieder voll berufstätig. Das zeigt aber, wie wichtig an dieser Stelle auch der Hinweis ist, dass auch die Jungen in unserem Land frühzeitig zum Impfen gehen. Um Ihre Frage zu beantworten: Grundsätzlich kann jeder Arzt, jede Ärztin impfen, auch gegen HPV. Aufgrund der StiKo-Empfehlung sollten Jungs und Mädchen möglichst zwischen 9 und 14 Jahren geimpft werden, der Großteil der Mädchen und Jungen also durch die Kinderärzte, die in der Regel bei den 9-bis 14-Jährigen die Tätigen sind. Aber auch die Hausärzte sowie die Gynäkologinnen und Gynäkologen spielen eine wesentliche Rolle. Die Impfberatung über die Gesundheitsämter spielt auch da eine wesentliche Rolle. Ich habe es eben schon erwähnt: Einige Gesundheitsämter bieten die Impfung sogar an. Es ist also wichtig, die Hemmschwelle im Land zu senken und aufzuklären. Dabei können Sie jetzt alle gleich mithelfen, indem Sie draußen schöne Fotos machen. Vielen Dank.

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