Alfred Dannenberg
Landwirte am Limit - lässt die Landesregierung die Landwirtschaft im Stich?
Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Liebe Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen! Ich finde das so bemerkenswert: Den wichtigsten Punkt meiner Ausführungen, den haben Sie überhaupt nicht noch mal aufgegriffen. Wir haben einen erheblichen Liquiditätsengpass auf den Betrieben, und keiner geht darauf ein. Wenn Sie angesichts der Überschrift nicht darauf gekommen sind, ist das schon sehr vielsagend. Und wenn Sie es nach meinen Ausführungen auch nicht aufgreifen, ist das noch viel vielsagender. Aus der Nummer kommen Sie nicht raus. Und Frau Staudte, Sie haben eben gesagt, es liegt an EDV-Problemen. Ich will das mal gerne glauben. Aber man hört auch ein deutliches Blätterrauschen, dass da auch die großen Aufwände für die Prüfverfahren dahinterstehen. Da ist also noch ein bisschen mehr dahinter. Die nächste Sache ist die: Sie haben hier keinen Ausblick verkündet, wie es in Sachen Wolf nun eigentlichen weitergeht. Ja, Schnellabschussverfahren einkassiert! Und jetzt? Wie geht’s denn jetzt nach vorne? - Sie jazzen Nischenprodukte ‑ das ist der Prototyp ‑ wie Ihr Diversifizierungsprogramm für die Schweinehaltung hoch, was wirklich eine Nischenlösung ist: also jetzt Kindergarten auf Flatdecks oder Altenheim hinter der Silomauer. Das glaubt Ihnen doch kein Mensch! Und dann beklagen Sie sich, dass ich solche Anträge gar nicht erst stelle. Nee, die stelle ich auch gar nicht erst, solche schlechten Anträge. So, und das Letzte ist: Die Bauermilliarde, die hier auch schon zitiert worden ist, mit Mitteln für den Stallumbau, die ist bislang nur marginal abgerufen worden. Da steht eine Milliarde bereit, und die ruft keiner ab. Fragen Sie sich mal, warum das so ist! Aber die Landwirte hier in Niedersachsen warten jetzt, während Sie hier alle warm und bequem sitzen, auf insgesamt 110 Millionen Euro. Und die AfD ist die einzige Partei, die das hier mal thematisiert. Vielen Dank.
