Omid Najafi
Zukunftssicherung und Innovation: Für eine starke Automobilindustrie in unserem Land!
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! „Unser Fahrzeuggeschäft ist krank.“ Dieses Zitat stammt nicht von uns, sondern von Patrick Andreas Meyer, Markenfinanzchef von VW-Pkw, Mitte dieses Jahres in einer Videokonferenz unter den Managern. Der von Ihnen aufgezwungene Transformationsprozess der deutschen Automobilindustrie, den Sie alle außer der AfD unterstützen, hinterlässt seine Spuren. Doch was sind die tatsächlichen Auswirkungen dieses Transformationsprozesses? Der Antrag der CDU, den wir hier behandeln, ist nur ein weiterer Sargnagel für die niedersächsische Automobilindustrie. Dazu muss ich nur einen Satz aus dem Antrag zitieren: „Niedersachsen bekennt sich zum Ziel des klimaneutralen Individualverkehrs mit allen Verkehrsträgern.“ Schauen wir uns die wirtschaftlichen Fundamentaldaten einmal an! Es sind Zahlen, Daten, Fakten, politisch weder links noch rechts einzuordnen. Im VW-Werk Emden liegt die Nachfrage nach den Elektroautos fast 30 % unter den ursprünglich geplanten Produktionszahlen. Die Fertigung des ID.4 und ID.7 wird gedrosselt, rund 300 der 1 500 Leiharbeiter werden nicht mehr weiterbeschäftigt. Der VW Trinity, welcher ursprünglich in Wolfsburg produziert werden sollte und dessen Starttermin immer wieder verschoben wurde, soll nun in Zwickau hergestellt werden. Doch in den VW-Werken Zwickau und Dresden wird die Produktion von E-Autos ebenfalls gedrosselt. Laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sollen auch Oberklasse-Elektromodelle von Audi und Bentley nicht mehr in Hannover produziert werden. Eine grüne Frau Hamburg ‑ ‑ ‑ Herr Kollege Najafi! Bitte? Ich bitte um Entschuldigung, ich bin nicht dazwischengekommen. Frau Kollegin Camuz hat den Wunsch, eine Zwischenfrage zu stellen. Möchten Sie dem entsprechen? Natürlich. Bitte schön! Jede Zwischenfrage wird zugelassen. Vor dem Hintergrund, dass Sie sich gegen die Transformation aussprechen: Was wollen Sie dazu beitragen, dass die Chinesen schon viel besser
