Alfred Dannenberg
Langfristige Strategien und verlässliche Unterstützung für Niedersachsens Wälder - zukunftsfeste Strukturen in Zeiten des Klimawandels
Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Herr Schroeder, dass Sie mir jetzt noch zu einer KI verhelfen, hätte nicht Not getan. Aber ich konnte es mir jetzt nicht verkneifen, zu zweieinhalb Dingen noch mal ein bisschen aufzuräumen. Wenn Sie zugehört hätten, dann hätten Sie verstanden, dass ich eingangs meiner Rede gesagt habe, der Wald wird viel zu oft sehr durch die Klimabrille betrachtet. Das heißt mitnichten, dass ich die Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Wald abstreiten würde. Ich habe mich eben richtig gefreut, etwas von Ihnen zu hören; Sie haben allen Ernstes eben gesagt ich habe es schnell notiert: Da kommt natürlich vielfach wieder Nadelholz hoch, und das ist dann auch in Ordnung. So haben Sie sich sinngemäß geäußert. Und ich habe gedacht: Donnerwetter, super! Endlich ist das auch bei den Grünen angekommen. Herr Schroeder, in 50 Jahren wir können jetzt wetten werden Dachstühle immer noch mit Nadelholz gebaut, bevorzugt Fichte, weil es spezifisch leicht ist. Sie werden nicht mit Buche gebaut, nicht mit Birke - schön, dass Sie das anerkennen. Das Zweite, was ganz wichtig ist: Diejenigen, die Wald haben, müssen mit diesem Wald auch Geld verdienen, sonst funktioniert das ganze System nicht. Denn vieles, was eben besprochen worden ist, dreht sich letzten Endes um das, was zwischen Daumen und Zeigefinger ist: das Geld. Insofern freue ich mich sehr, wenn auch Sie anerkennen, dass diese Versessenheit, immer überall mit Zwang zu sagen: „Da muss jetzt unbedingt ein Laubmischwald her", gar nicht überall angemessen ist. Vielleicht kommen wir da alle noch zur Vernunft. Super, denn die Natur macht es uns vor! Ja, genau: Da, wo Lücken sind, wo der Mensch nicht schnell genug ist ups!, kommt das hoch, was da vorher war - häufig der Nadelbaum; ist doch alles gut. Danke schön. Herr Schroeder, möchten Sie antworten? Nicht. Gut. - Dann kommen wir jetzt zu unserer Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Frau Staudte, bitte! Sie haben das Wort.
