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Gerald Heere

30.01.2025 3:42 min Tagungsabschnitte 19/22

Gastronomiebranche stärken - Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin entlasten - Planungssicherheit bieten: 7 % Mehrwertsteuer erhalten!

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Selbstverständlich ist die Landesregierung für die Gastronomie in Niedersachsen und steht an ihrer Seite. Das war in der Vergangenheit so, und das wird auch in der Zukunft so sein. Da insbesondere Frau Reineke und Herr Henning schon viel Richtiges gesagt haben, will ich nur auf zwei Punkte eingehen. Der eine ist: Die Gastronomie hat noch ein anderes, auch sehr relevantes, wahrscheinlich sogar noch drängenderes Problem: den Fachkräftemangel. Letztes Jahr ist eine Analyse des Statistischen Bundesamtes herausgekommen, die auf den Zahlen des Mikrozensus 2022 basiert. Demnach sind mittlerweile 46 % der Arbeitskräfte in der Gastronomie Menschen mit Einwanderungsgeschichte; bei den Köchinnen und Köchen sind es über 50% . Seit 2022 ist der Anteil wahrscheinlich auf deutlich über 50 % gestiegen. Dabei handelt es sich unter anderem um Studierende aus dem Ausland, die sich nebenbei etwas verdienen wollen. Es handelt sich auch um nachgezogene Familienmitglieder, die in vielen Betrieben zur gastronomischen, kulinarischen und kulturellen Vielfalt des Landes beitragen. Es handelt sich um Fachkräfte, die für die Gastronomie so unendlich wichtig sind: Köchinnen und Köche, Gastronominnen und Gastronomen. Es handelt sich natürlich auch um Geflüchtete, auch solche, die möglicherweise auf eine Anerkennung ihrer Berufsqualifikation warten und sich vorübergehend einen Job in der Gastronomie gesucht haben. Das ist die gastronomische Vielfalt. Mit dieser Tatsache verbinde ich die Sorge, dass die Debatten, die wir aktuell um das Thema Migration führen, und die Entscheidungen, die dazu getroffen werden, sich negativ auf diese Branche auswirken. Warum sich das auswirken soll? Weil sich Fachkräfte und ihre Familien möglicherweise dreimal überlegen werden, ob sie in ein Land mit dieser Geschichte ziehen, um einen Job in dieser Branche anzunehmen; weil Studierende möglicherweise nicht hierher kommen und dann auch keinen Job in unserer Gastronomie annehmen können. Diese Diskussion und dieser Furor wirken sich auch auf die Menschen aus, die schon hier sind und in der Gastronomie arbeiten. Sie fragen sich: Was bedeutet das für mich und meine Familie? Ein syrischer Einwanderer, der eine Gastronomie und beide Staatsbürgerschaften hat, weil Syrien einen Verzicht auf die syrische Staatsbürgerschaft nicht zulässt, fragt sich zum Beispiel: Was bedeutet die Andeutung, dass Menschen wie ich möglicherweise schon bei kleineren Straftaten abgeschoben werden sollen? - Diese Debatte und die Art und Weise, wie wir damit umgehen, ist die größte Bedrohung für die Gastronomie. Herr Heere, lassen Sie eine Zwischenfrage von Ich würde gerne erst einmal ausführen. Die Gastronomie in Deutschland ist vielfältig, und die Gastronomie braucht Deutschland als Einwanderungsland, sonst funktioniert sie nicht mehr. Wenn wir das einschränken, wenn wir da andere Signale senden, dann erweisen wir der Gastronomie einen Bärendienst. Wir müssen stark dagegenarbeiten. Deshalb möchte ich alle Parteien der demokratischen Mitte sehr stark motivieren und darum bitten, diesen Furor und diese Debattenlage herunterzukochen. Die Themen, die angegangen werden müssen, sollen Sie natürlich angehen, aber bitte nicht in dieser Art! Jetzt gerne. Gut. Dann werden wir jetzt erst die Zwischenfrage von Herrn Seebeck zulassen. Lassen Sie auch eine Zwischenfrage von Herrn Queckemeyer zu? Ja. Gut. Sehr geehrte Frau Präsidentin,

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