Olaf Lies
Wie kann eine dauerhaft verlässliche und auskömmliche Finanzierung des Deutschland-Tickets für die Zukunft sichergestellt werden?
Herr Minister antwortet. Bitte sehr! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Henning, zunächst: Es gibt etwa 13,5 Millionen Kunden. Man darf dabei nicht vergessen, dass es ein Abo ist. Das ist kein „Mal kaufe ich mir ein Ticket, mal nicht", vielmehr verpflichtet man sich dazu. Diese Zahl ist ein Riesenerfolg; das ist ein enormer Aufwuchs. Einrechnen muss man, dass es gelungen ist, Studierende dafür zu gewinnen. Im Vergleich greifen mehr Studierende der Hochschulen - auch der niedersächsischen Hochschulen - nun auf das rabattierte Deutschland-Ticket zurück, als bisher ein Regionalticket genutzt haben. In der Regel gab es bisher ein über Studierendenvertretungen organisiertes regionales Ticket; jetzt gibt es das rabattierte Deutschland-Ticket. Das hat noch einmal zu einem enormen Zuwachs geführt. Ich gebe zu, dass ich große Sorge hatte, ob ein derartiger Sprung von 49 Euro auf 58 Euro nicht negative Auswirkungen haben könnte. In der Bilanz hat er keine negativen Auswirkungen gehabt; die Kündigungsrate ist wie vorher. Man darf das aber nicht als Signal verstehen, dass das D-Ticket unabhängig von der Preisentwicklung zu betrachten ist, sondern wir müssen sehr sorgfältig abwägen. Deswegen habe ich vorhin gesagt, dass wir die Lasten verteilen. Jetzt sind es 13,5 Millionen Kunden. Und wenn wir mehr Verlässlichkeit schaffen, wenn wir das Deutschland-Ticket deutlich über die nächsten Jahre hinaus absichern, dann davon bin ich überzeugt wird der Kundenanteil noch deutlich wachsen, dann werden mehr Menschen bereit sein, von der individuellen zur öffentlichen Mobilität zu wechseln. Vielen Dank. - Die zweite Zusatzfrage kommt aus der Fraktion der AfD: vom Kollegen Najafi. Bitteschön!
