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Alfred Dannenberg

AfD 24.06.2025 2:50 min Tagungsabschnitte 19/26

Verlängerung der Zulassung von Glyphosat: Das Pflanzenschutzrecht faktenbasiert gestalten, die Versorgung mit heimischen Nahrungsmitteln sichern und Wettbewerbsnachteile für die deutsche Landwirtschaft verhindern

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Immer wenn über Glyphosat diskutiert wird, muss ich an dieses Video denken, wo jemand am Rande einer „Wir haben es satt"-Demo reihenweise die Demo-Teilnehmer fragt: „Würden Sie Grünkohl essen, der mit Glyphosat behandelt worden ist?" Und viele antworteten entschieden: „Nein, auf keinen Fall." Tja, wer hier die Tragikomik nicht erkennt, der hat das Thema Glyphosat leider nicht verstanden. Und mit diesem hohen Maß an Uninformiertheit wäre man leider sogar in guter Gesellschaft. Die Diskussion um diesen Wirkstoff ist längst völlig überdreht, fern von Fakten oder nüchterner Risikoabwägung. Glyphosat blockiert ein Enzym in der Pflanze, sodass sie ihren Wasserhaushalt über die Spaltöffnungen auf ihren Blattunterseiten nicht mehr regulieren kann. Dann vertrocknet sie. Das ist es schon. In der Ausschussanhörung stellten mehrere Experten die Vorteile dieses Mittels heraus: unerwünschte Beikräuter auf dem Acker wirksam verdrängen, und zwar ohne Bodenbearbeitung, dadurch Bodenschutz, weil keine Angriffsfläche für Erosion, außerdem erhebliche Zeit- und Energieersparnis. Glyphosat ist fester Bestandteil konservierender Bodenbearbeitung, denn es hilft, Humus aufzubauen. Auf solchen Äckern gibt es rund zehnmal so viele Regenwürmer wie auf solchen, wo gepflügt wird. Viele Praktiker setzen Glyphosat auch bei der Neuanlage eines Blühstreifens ein, um den konkurrenzschwachen Blühpflanzen einen guten Start zu ermöglichen. Durch neue Techniken wie Spot-Spraying kann es zum Teil sparsam dosiert eingesetzt werden. Damit kann man dann auch möglichen Resistenzen vorbeugen. Meine Damen und Herren, ob man es gerne hört oder nicht: Glyphosat einsetzen bedeutet Energiesparen, Humus aufbauen, die Bodenlebewesen fördern und den Boden vor Erosion schützen. Glyphosat schützt übrigens auch unsere Versorgungssicherheit. Natürlich sollte man solche Mittel nur so viel wie nötig einsetzen, aber ein kompletter Glyphosat-Verzicht wäre hoch problematisch. Glauben Sie nicht? Fragen Sie mal auf Sri Lanka nach! Dort hatte eine frühere Regierung Pflanzenschutzmittel einfach mal komplett verboten. Missernten, Unruhen und übrigens auch ein Regierungsrücktritt waren das Ergebnis. Na, dann mal ran! Die Gesundheitsgefährdung durch Glyphosat liegt laut Bundesinstitut für Risikobewertung und laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit in der Größenordnung von Achtung, Trommelwirbel! Backpulver, Lippenstift und Paracetamol. Dagegen ist das Kupfersulfat aus dem Ökolandbau übrigens hochgiftig. Und was ist mit den Glyphosat-Rückständen im Wasser unserer Flüsse? Laut aktuellen Meldungen könnte ein Großteil aus Waschmitteln stammen, sagt eine Tübinger Studie und untermauert damit die Conclusio all dieser Sachargumente. - Letzter Satz! Lasst den Landwirten auch in Zukunft, wo nötig, den Wirkstoff Glyphosat! Wir stimmen dem Antrag zu. Vielen Dank. - Extra auf Sie. Prost! Die nächste Wortmeldung:

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