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Lukas Reinken

CDU 16.05.2024 3:55 min Tagungsabschnitte 19/16

Nein zur Gendersprache an Hochschulen, Schulen und Verwaltungseinrichtungen!

Herr Präsident! <v UU>Meine sehr verehrten Damen und Herren! <v UU>Eine klare Sprache ist der entscheidende Baustein für ein <v UU>funktionierendes Miteinander. Ohne den Zugang zu gemeinsamer <v UU>Sprache bleiben Menschen oft abgeschnitten. Daher muss auch jeder Staat darauf <v UU>achten, verständlich mit den Bürgerinnen und <v UU>Bürgern zu kommunizieren. Menschen, die zum Beispiel die <v UU>Sprache erst erlernen, oder Menschen mit sprachlichen Beeinträchtigungen <v UU>brauchen leichte Sprache und ein klares Behördendeutsch. <v UU>Das Fundament für Integration und Inklusion ist, von anderen verstanden <v UU>zu werden und andere verstehen zu können. Dabei sind mir <v UU>drei Punkte wichtig: Erstens. Wer privat das Gendern nutzen möchte, <v UU>der darf das gerne tun. Wenn Unternehmen oder Verbände <v UU>gendern wollen, dann ist das ihr gutes Recht. <v UU>Denn Sprache bedeutet Freiheit. Zweitens. <v UU>Zu einer funktionierenden Verwaltung gehört auch, dass Behörden und <v UU>staatliche Einrichtungen die Richtlinien der <v UU>deutschen Sprache befolgen. Bisher empfiehlt der Rat für deutsche <v UU>Rechtschreibung nicht, geschlechtersensible Sprache durch <v UU>Sternchen, Leerzeichen oder andere Zeichen zu markieren - und daran <v UU>sollten sich Behörden halten. Es gibt ein klares Gebot für <v UU>Behörden, nach den Regeln der deutschen Rechtschreibung <v UU>zu kommunizieren. Und diese Regeln sehen das Gendern <v UU>schlicht und ergreifend nicht vor. Das sorgt auch für Leserlichkeit und</v> einen besseren Zugang</v> für viele Menschen. Denn oft genug sitzen doch Menschen vor irgendwelchen Schreiben aus den Ämtern und verstehen überhaupt nicht, was die Behörde da gerade von ihnen will. Da hilft Gendern dann auch nicht. Drittens. <v UU>In Schulen, Hochschulen oder im Umgang mit Behörden darf niemand <v UU>benachteiligt werden, weil er zum Beispiel nicht gendert. <v UU>Toleranz muss in beide Richtungen gehen. Wer auf der einen Seite gendern möchte, muss auf der anderen Seite auch verstehen, dass das nicht jeder <v UU>so will. Wir kriegen dann wirklich Probleme, <v UU>wenn es in Hochschulen oder Schulen Fälle gibt, in denen <v UU>Schüler/Studenten benachteiligt werden, weil sie nicht gendern. <v UU>Mir sind solche Fälle bekannt, und deswegen sage ich ganz deutlich: Eine <v UU>Genderpflicht lehnen wir konsequent ab. Denn auch hier <v UU>gilt: Sprache ist Freiheit. Und eine Sprachpolizei brauchen wir <v UU>weder in die eine noch in die andere Richtung. <v UU>Meine Damen und Herren, wir müssen hier immer wieder <v UU>über das Gendern reden. Ein überwiegender Teil der <v UU>Deutschen ‑ das zeigen viele Umfragen ‑ lehnt das Gendern in <v UU>Medien und Öffentlichkeit ab. Mein Eindruck ist: Ein noch viel <v UU>größerer Teil der Bevölkerung ist von dieser Debatte völlig genervt. Es gibt doch im Umgang mit Sprache <v UU>und Behörden viel größere Baustellen. Heute haben die Behörden die Aufgabe, <v UU>nahbar mit den Menschen zu kommunizieren. <v UU>Das war historisch übrigens nicht immer so. <v UU>Die Behördensprache, das Verwaltungsdeutsch, das wir heute <v UU>haben, basiert eben darauf, dass früher eine ausufernde Rechtssprache, <v UU>gespickt mit Fachwörtern und schwülstigen Formulierungen, genutzt <v UU>wurde, um ziemlich sicher einen Weg abzubilden, wie man Verwaltung, wie <v UU>man den Staat von den Bürgern sprachlich trennen kann. <v UU>Zum Glück haben wir alle heute einen anderen Blick auf den Staat und <v UU>unsere Behörden. Unsere Sprache in den Verwaltungen <v UU>allerdings ist da ziemlich altmodisch geblieben. <v UU>Und deswegen lassen Sie uns doch ‑ ‑ ‑ Herr Kollege Reinken, es <v UU>gibt den Wunsch nach einer Zwischenfrage: der Kollegin Frau <v UU>Dr.in Meyer. Möchten Sie dem entsprechen? <v UU>Sehr gerne. Bitte schön, Frau Kollegin!

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