Christian Calderone
Jüdisches Leben in Niedersachsen schützen - Antisemitismus konsequent vorbeugen und bekämpfen!
Herzlichen Dank, Herr Präsident. - Herr Kollege Schulz-Hendel, Sie haben mir eben vorgeworfen, ich würde alle muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger pauschal des Antisemitismus verdächtigen. Ich weise diesen Vorwurf deutlich zurück: Ich habe einen solchen Verdacht auch in meiner Rede nicht geäußert. Vielmehr habe ich auf Studien bzw. wissenschaftsbasierte Erhebungen verwiesen, die in den letzten Monaten und Jahren veröffentlicht wurden und darauf hinweisen, wie Antisemitismus in unterschiedlichen gesellschaftlichen Communities verbreitet ist. Diese Studien weisen darauf hin, dass Antisemitismus in muslimischen Zuwanderungsgesellschaften stärker verbreitet ist als in anderen Zuwanderungsgesellschaften und in der deutschen Gesellschaft an sich. Ihr Vorwurf, ich hätte hier Behauptungen getätigt, die Muslime in Gänze diffamieren, ist haltlos und ungerechtfertigt. Herr Kollege? Ich habe noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass es iranische Communities gibt, Exil-Iraner hier in Niedersachsen, mit denen ich im Übrigen sehr gut bekannt bin, die sich sehr deutlich von dem distanziert haben, was aktuell teilweise auf den deutschen Straßen passiert. Ich bin im Übrigen der Auffassung ‑ ‑ ‑ Herr Kollege Calderone, ich denke, Sie haben den Vorwurf zurückgewiesen. Jetzt müssen Sie aufpassen, dass Sie nicht in den Bereich eines Sachvortrages geraten. - Ja, ich passe auf. Ich bin im Übrigen der Auffassung‑ und deswegen weise ich Ihren Vorwurf ebenfalls zurück ‑, dass man Hetze nicht mit Hetze begegnen kann. Man kann also islamischer Hetze gegen Juden nicht damit begegnen, dass man gegen Muslime hetzt. Und im Übrigen kann man auch nicht Hetze ‑ ‑ ‑ Herr Kollege, ich darf Sie bitten, jetzt zum Schluss zu kommen. Und im Übrigen darf man auch nicht Hetze damit bekämpfen, dass man gegen andere Abgeordnete hetzt. Insofern bitte ich Sie, Ihre Anschuldigung zurückzunehmen und sich zu entschuldigen.
