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Marcel Queckemeyer

AfD 23.03.2023 4:29 min Tagungsabschnitte 19/6

Handlungskonzept für den artgerechten Umgang mit Bibern an Niedersachsens Gewässern sicherstellen und eine fachkompetente Beratung ermöglichen

Marcel Queckemeyer (AfD): Sehr geehrtes Präsidium! Geehrte Kollegen! Liebe echte Demokraten hier an meiner rechten Seite! (Zurufe von der CDU: Oh!) - Sie brauchen gar nicht zu lachen, Sie haben mit dem Spielchen angefangen. Nicht nur die Biber brauchen Kaliber, auch der Wolf braucht es. Aber zum Thema: Ein Antrag zum Thema Biber ist aus unserer Sicht sicherlich zu unterstützen. Wir stehen natürlich für eine möglichst große Artenvielfalt in Niedersachsen. Es ist wichtig, hier in Deutschland, aber auch besonders in Niedersachsen unsere Natur zu schützen. Naturschutz ist Heimatschutz, und uns, der AfD, liegt unsere Heimat am Herzen - was man leider sehr oft bei den Antragstellern vermisst. In Ihrem Antrag beschreiben Sie den Istzustand mit aktuell 500 Bibern. 500 Biber war aber laut NLWKN der Bestand 2019. Und wenn man von einer Vermehrung von 20 bis 25 % jährlich ausgeht, so sind wir im Jahr 2023 bei mindestens 1 000 angekommen. Sie sprechen auch von aktuell 230 Biberrevieren. Und wenn man dann in Betracht zieht, dass zwei Elterntiere und mindestens zwei Jungtiere in diesem Revier leben, aber auch die Jungen aus dem Vorjahr sich noch in diesem Revier aufhalten, so ist die Annahme von 1 000 Bibern noch deutlich untertrieben. Der Biber ist, wie Sie richtig erwähnen, eine Schlüsselart und wichtig für das Gestalten von Lebensräumen, gerade für andere bedrohte Arten. Aber auch nur da, wo er sich entfalten kann und nicht mit dem Menschen in den Konflikt kommt! Um wirklich den aktuellen Bestand und die Verbreitung in Niedersachsen zu erfassen, ist ein Biber-Monitoring unumgänglich, da haben Sie recht. Doch nicht, wie es aktuell gehandhabt wird, mit dem NABU als einer politisch gesteuerten Vorfeldorganisation der Grünen, (Widerspruch bei den GRÜNEN) die nicht nur mit dem Wolf, nein, auch mit dem Biber einen Geldesel gefunden haben, um sich die Taschen zu füllen, sondern ausschließlich mit unseren Unterhaltungsverbänden, unseren Angelvereinen und der Jägerschaft. Denn durch Angler und Jäger ist ein vollflächiges Monitoring sichergestellt. (Beifall bei der AfD) Aber in Ihrem Antrag vernehme ich nur den Wunsch zur Schaffung weiterer Personalstellen zwecks Beratung. Somit wollen Sie den gleichen Fehler machen wie beim Wolf. Ob Sie wirklich handeln wollen, das scheint mir fraglich. Fest steht aber, dass Sie Stuhlkreise, Gesprächskreise und Selbsthilfegruppen schaffen. Ziel muss es sein, schnellstmöglich die Reviere mit dem Monitoring zu erfassen. Als zweiten Schritt muss man sich dann die Gewässer Niedersachsens anschauen und aufgrund der Beschaffenheit und der Interessen der Eigentümer Biberreviere festlegen und ausweisen. Da, wo ein Biberrevier in Konflikt mit der Landwirtschaft und auch besonders zu schützenden Biotopen steht, muss es in Zukunft völlig unbürokratisch die Möglichkeit geben, Biberdämme zu entfernen, um dem Biber dieses Revier unattraktiv zu machen. Es darf auch nicht so weit kommen wie aktuell in den Niederlanden, wo gerade ein Bahndamm einzustürzen droht, da Biber dort ihre Burg hineingebaut haben. Denn, meine sehr verehrten Damen und Herren, wie Sie sicherlich nicht wissen, baut der Biber zu 90 % Biberbauten in Ufern, Dämmen und Deichen und nicht, wie es uns die Medien immer versuchen zu verniedlichen, Biberburgen aus Ästen und Stämmen. Oder geht es Ihnen von SPD und Grünen hier um was ganz anderes? Ein NABU-Guru sagte mal zu dem Thema Biber: Der Biber trägt zur Wiedervernässung der Kulturlandschaft beim und zwar ganz ohne Planfeststellungsverfahren. - So versuchen Sie also, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu umgehen. Von uns dazu ein ganz klares Nein. Nein zum im wahrsten Sinne des Wortes Absaufen der Kulturlandschaft. Der günstige Erhaltungszustand des Bibers ist erreicht. Und selbst in Bayern wird dieser aufgrund seiner Verbreitung bereits gejagt und, ja, liebe Kollegen der CDU, auch gegessen. Darum Ja zum Monitoring, aber ganz klar Nein zu weiteren Personalstellen und Gesprächskreisen. Fangen Sie, liebe Landesregierung, doch gerade im Bereich Biber, aber auch beim Wolf mal an, real und rational zu handeln. Nehmen Sie Ihre dunkelgrüne Brille ab, und schauen Sie der Wirklichkeit offen ins Gesicht, auch, wenn es Ihnen sichtlich schwerfällt. Danke schön. (Beifall bei der AfD) Vizepräsident Marcus Bosse: Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.

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