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Dr. Andreas Philippi

04.05.2023 2:26 min Tagungsabschnitte 19/7

Sind niedersächsische Pflegeeinrichtungen in Gefahr?

Sozialminister Dr. Andreas Philippi: Vielen Dank, Frau Ramdor. An dieser Stelle erst einmal außerhalb des Protokolls ein Kompliment an Ihre Fußballtechnik. Ich habe das vorgestern Abend bewundern dürfen. Ich habe mich nicht nur als Gleichstellungsminister, sondern auch als Fußballfan gefreut, das zu sehen. Vielen Dank. Die in Niedersachsen geltende zweijährige Ausbildung zeichnet sich dadurch aus, dass zeitgleich auch der Realschulabschluss erworben wird. Das Sozialministerium unterstützt jedoch den Vorschlag der einjährigen Pflegeassistenzausbildung ausdrücklich. Mein Haus steht hier mit dem zuständigen Kultusministerium in engem Austausch. Ergänzend zu der bestehenden zweijährigen Ausbildung in der Berufsfachschule Pflegeassistenz wurde in Zusammenhang mit dem Kultusministerium und der Bundesagentur für Arbeit bereits eine einjährige Pflegeassistenzausbildung ermöglicht. Vorerfahrene Kräfte können bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen direkt in das zweite Ausbildungsjahr einsteigen. Insofern haben wir die Möglichkeit einer grundsätzlichen Ausbildung auch damit geschaffen, dass Vorgebildete in den Beruf zurückkommen und sich qualifizieren können, was uns allen an dieser Stelle ja auch immer wichtig ist. Hier wird bislang ohne berufliche Qualifikation tätigem Personal also Leuten, die seit 20 Jahren als Pflegehilfskraft in den Pflegeheimen im weiten Land arbeiten ein zielgerichteter Weg zur Qualifikation angeboten. Damit sorgen wir auch dafür, dass in der Pflege Qualität wieder abgerufen werden kann. Auch das ist uns ja an dieser Stelle extrem wichtig. Zudem wird derzeit ergänzend zum schulischen Zweig ein Fortbildungskonzept für die Vorbereitung auf Assistenzprüfungen erarbeitet, welche mehrjährig Tätigen im Pflegeberuf die Möglichkeit geben, sich nach einem Jahr Fortbildung auf den Weg zu machen. Es ist in der Umsetzung. Ich habe Ihre Frage an dieser Stelle verstanden. Es steht im Koalitionsvertrag. Lassen Sie uns nach drei Monaten die Zeit, das umzusetzen, sodass es dann auf den Weg kommt. Vizepräsidentin Sabine Tippelt: Danke, Herr Minister. Die nächste Zusatzfrage stellt Frau Prell von der SPD-Fraktion.

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