Pascal Leddin
Für eine spürbare Entlastung der heimischen Landwirtschaft: Verdoppelung der Agrardieselrückerstattung
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die AfD ruft: Subventionen? Nein! Doch fährt ein Zug, springt sie hinein. Agrardiesel doppelt, jetzt verlangt, von denen, die Schulden stets verdammt. Erst wird gefordert: Staat, zurück! Dann greift man zu: Stück für Stück. Prinzipien biegsam jederzeit, Populismus kennt keine Beständigkeit. Und eines ist nüchtern, eines ist wahr: Ohne die EU wär nichts mehr da. Wer diesen Schritt voll Pathos geht, nimmt der Landwirtschaft, was sie trägt. Wo Vetternwirtschaft Wurzeln schlägt und Eigennutz das Mandat bewegt, wo Amt und Vorteil sich verstehen, da sollte man genauer hinsehen. Wenn Politik beginnt, sich selbst zu bedienen, und Ämter und Vorteile nah beieinander liegen, wenn Nutzen und Mandat sich kaum noch trennen, dann darf man das beim Namen nennen. Und auch der Hof von Dannenberg erhält Zuschüsse aus öffentlichem Geld. 10 000 Euro fließen stetig zu, da ruft man schnell nach mehr im Nu. Man fordert Entlastung mit ernster Miene und denkt dabei zuerst an die eigene Maschine. Denn wer selbst vom Agrardiesel profitiert, weiß genau, wie schnell sich der Vorteil addiert. Herr Dannenberg steht fest auf eigenem Grund. Der Hof läuft weiter, gesund und rund. Verdoppelt man, was der Staat gewährt, ist gut, wenn es auch den Antragsteller nährt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, wenn Politik sich selbst beschenkt. Und wir sagen klar und ohne List: Den Antrag lehnen wir ab, weil Steuergeld für alle ist. Denn öffentliche Gelder sind Gemeinschaftsgut, kein Selbstbedienungsladen, kein privater Hut. Vielen Dank. Herr Leddin, auf Ihre Rede gibt es eine Kurzintervention des
