Christian Meyer
Das Wattenmeer im Würgegriff: Klimakrise, Gasbohrungen und Plastikmüll gefährden das Weltnaturerbe. Wie weiter nach der UN-Konferenz zum Schutz der Meere?
Christian Meyer. Bitteschön, Herr Meyer! Vielen Dank. - Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Nicht nur die Niedersachsen, viele Millionen Besucherinnen und Besucher sind zurzeit am Wattenmeer, weil sie die Natur lieben, weil sie wegen des Weltnaturerbes kommen. Das ist, wie Nico Bloem gesagt hat, natürlich auch für unseren Tourismus ganz wichtig. Wir haben in Niedersachsen nur dieses eine Weltnaturerbe. Das ist ein einzigartiger Lebensraum. Er ist in der Tat massiv bedroht, vor allem durch die Klimakrise. Die Meldungen des NDR im letzten halben Jahr lauteten: „Klimawandel schlägt durch: Nordsee 2024 warm wie nie". Juni 2025: „Hitzerekord in der Nordsee: Noch nie war es im Frühjahr so warm". „Nordsee und Ostsee zu warm: Wie warme Meere Extremwetter begünstigen": Es gibt Studien, nach denen 1 Grad Erwärmung eine Zunahme von Extremwetterlagen verursacht und dazu führt, dass Dürren zunehmen und dass wir diese menschengemachte Klimakrise haben, über die die AfD nicht redet, weil Sie immer nur fossiles Gas, Nord Stream usw. will. Darüber reden Sie nicht. Die größte Bedrohung für unser Wattenmeer ist die Klimakrise. Deshalb müssen wir raus aus den fossilen Energien, und deshalb ist es auch richtig, dass wir behutsam erneuerbare Energien Offshore usw. ausbauen, um Niedersachsen so, wie es im Gesetz steht klimaneutral zu machen. Denn wir haben einen Meeresspiegelanstieg, der sich beschleunigt. Ich trage Ihnen das ja immer vor und bin sehr dankbar, dass Olaf Lies erreicht hat, dass wir auch Küsten- und Hochwasserschutz im Sondervermögen haben. Wir haben 618 km Küstenlinie. Herr Meyer, lassen Sie eine Zwischenfrage der Abgeordneten Hermann zu? Ja. Von Demokraten, ja. ‑ Von Ihrer Fraktion ja. Das sage ich ja.
