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Thorsten Paul Moriße

AfD 13.03.2024 5:06 min Tagungsabschnitte 19/14

Niedersachsens Häfen am Limit - ohne Infrastruktur keine Energiedrehscheibe

Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte CDU, da haben Sie beim Frühjahrsputz das Thema beim Aufräumen der schwarz-grünen Mottenkiste mal wiedergefunden; denn Sie haben im November 2023 zu diesem Thema nach der Wasserstoffkonferenz in Cuxhaven eine gleichlautende Pressemitteilung herausgegeben. Sie fordern Millionen für Investitionen, um Niedersachsen zur Energiedrehscheibe zu machen. Betrachtet man nur die Nachteile der Wasserstoffversorgung, so handelt es sich um ein Himmelfahrtskommando. Für das Gewinnen von grünem Wasserstoff benötigen Sie Unmengen von Strom, den Sie aus Windenergie erzeugen wollen, der aber in der entsprechenden Menge so gar nicht zur Verfügung stehen kann. Auch Unmengen von Trinkwasser werden dafür benötigt. Dieser Wasserstoff wird also ein knappes und sehr teures Gut bleiben. Das belegt übrigens das Münchener Umweltinstitut, welches erfahrungsgemäß keine große Nähe zur AfD hat. Wenn wir gerade beim Thema Windenergie sind: Mit dem Windenergie-auf-See-Gesetz wurde bereits der massive Ausbau der Windenergie auf See beschlossen. Wir reden hier von einer zusätzlichen Fläche von 300 ha, umgerechnet 3 Millionen m² Fläche für Windräder. Weiterhin werden hochbelastete Kaianlagen sowie Flächen für Umspannwerke, Konverter und Hochspannungsleitungen benötigt. Und das alles soll bis 2030, also in sechs Jahren, umgesetzt werden, also fertiggestellt sein. Das ist ein beispielloser Eingriff in die Natur, nur um diese absurde Energiewende umzusetzen! Ganz zu schweigen von den Vögeln, die durch solche Anlagen tausendfach verenden. Werte CDU, schauen Sie sich mal die „Tatort“-Folge „Wer Wind erntet, sät Sturm!“ an! In Ihrem Drang, die Welt retten zu wollen, berauschen Sie sich als Vertreter der Altparteien am Traum von kostenloser grüner und unendlich vorhandener Energie. Nur: Mit den Gesetzen der Physik lässt sich nicht verhandeln. Fundamentale physikalische und ökonomische Grundprinzipien ersetzen Sie durch Bauchgefühl oder durch Wunschdenken. Dabei ist doch klar, dass es sich hier nicht um grundlastfähige Energie handelt. Als Industrieland benötigen wir nun mal eine grundlastfähige Energieversorgung, und das funktioniert nur durch Kern-, Kohle- und Gaskraftwerke. Energie muss dann verfügbar sein, wenn man sie benötigt, und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Speichern können Sie die grüne Energie auch nicht. Hier fehlen Ihnen die technischen Möglichkeiten. Allein das wissen Sie doch bereits, und trotzdem halten Sie aus ideologischen Gründen an dieser industrie- und umweltfeindlichen Politik fest. Das Ergebnis sind die weltweit mit höchsten Energiekosten mit den bekannten Konsequenzen: Die Industrie verlegt Standorte ins Ausland, den Bürgern wird noch tiefer ins Portemonnaie gegriffen, und das Wirtschaftswachstum bewegt sich rückläufig. Auch vom Thema LNG sind Sie ja so begeistert. Nur um wiederum politische Ideologien durchzusetzen, befinden sich demnächst zwei LNG-Terminals mitten im Weltnaturerbe Wattenmeer, meiner wunderschönen Heimat. Ich verstehe Sie nicht, Frau Jensen, Frau Beckmann und Herr Gäde. Das ist doch auch Ihre Heimat. Wollen Sie den Erhalt unserer Natur in der Region fördern oder sie auf diese Art und Weise zerstören? Sehr geehrte CDU, Sie fordern allen Ernstes von einer rot-grünen Landesregierung Investitionen in die heimische Wirtschaft. Dabei wissen Sie es doch schon lange selber, dass die Ampelparteien unsere Steuergelder bevorzugt für rot-grüne Projekte ins Ausland verschleudern. Das hat zumindest eine Anfrage Ihrer Parteifreunde in Berlin ergeben. Das zeigt mal wieder, dass Ihr Antrag nur dazu dient, um sich etwas grünes Profil zuzulegen, wobei sich diese Partei gerade selber abschafft. Aber somit haben Sie wieder einmal den Beweis geliefert: Wer Schwarz wählt, bekommt Grün. Vielen Dank fürs Zuhören.

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