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Dr. Andreas Philippi

11.10.2023 4:36 min Tagungsabschnitte 19/10

Spezialisierte Anlaufstellen für Menschen mit Impfschäden einrichten und etablieren.

Leider gibt es aber Menschen, für die Corona noch sehr präsent ist, weil sie erheblich an den Folgen zu leiden haben. Das nehmen wir alle wahr. Mit Long-COVID oder Post-Vac haben sich neue Erkrankungen entwickelt, die nicht abschließend erforscht sind, aber die Betroffenen vor große Herausforderungen stellen. Die Landesregierung hat dieses Thema schon im Juli 2021 aufgegriffen und in dem dafür eingerichteten Expertenrat darauf hingewirkt, die ambulanten und stationären Versorgungsangebote auszuweiten und insbesondere die Forschung zu intensivieren. Aus dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium kamen allein 19 Millionen Euro. Das Stichwort haben wir vorhin schon gehört, ich führe dazu nicht noch einmal aus: COFONI. Auch der Bund hat in diesem Sommer ein 41 Millionen Euro starkes Förderprogramm für Forschung und Beratung aufgelegt. Trotzdem bestehen noch Unsicherheiten und Ängste bei den Betroffenen. Daher habe ich gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern der Gesundheitsversorgung ein breites Portfolio an Maßnahmen und Initiativen aufgelegt, von denen ich Ihnen heute die drei wichtigsten kurz vorstellen möchte. Erstens: Gemeinsam mit der AOK haben wir am 1. August eine Beratungshotline gestartet. Die von der MHH speziell geschulten Beraterinnen und Berater geben Informationen über die Erkrankungsbilder, vermitteln Ansprechstellen und unterstützen Betroffene, um den richtigen Weg in das Versorgungssystem ‑ die richtigen Ansprechpartner und die richtigen ärztlichen Kollegen ‑ zu finden. Herr Dr. Philippi, lassen Sie eine Zwischenfrage der AfD-Fraktion, von Frau Behrendt, zu? Nein. Die Hotline wird gut angenommen - ca. 4 000 Anrufe wurden bisher registriert. Besonders erfreulich ist, dass rund 86 % der Anruferinnen und Anrufer mit dem Beratungsergebnis zufrieden waren. Herr Dr. Philippi, ich müsste Sie noch einmal unterbrechen. Es gibt eine Meldung zu einer Zwischenfrage von Herrn Rakicky. Vielleicht sollten Sie insgesamt die Frage beantworten, ob Sie Zwischenfragen zulassen. Nein, keine Zwischenfragen bitte! Gut, dann machen Sie bitte weiter. Besonders erfreulich ist, dass rund 86 % der Anruferinnen und Anrufer mit dem Beratungsergebnis zufrieden waren. Angesichts der komplizierten Situation für die Betroffenen ist das ein Ergebnis, was sich wirklich sehen lassen kann. Zweitens: Gemeinsam mit der Ärztekammer Niedersachsen hat mein Haus die Notwendigkeit einer speziellen Sensibilisierung und Schulung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte thematisiert. Fest steht, dass die Ärztekammer Niedersachsen ihre Mitglieder fortlaufend über aktuelle Entwicklungen informiert - so auch über das E‑Learning-Angebot zum Long‑/Post-COVID- oder Post-Vac-Syndrom. Die Ärzteschaft ist hier inzwischen ebenfalls gut aufgestellt. Drittens: Mir wurde aktuell ein Konzept der MHH, der UMG und der AOK zum Aufbau eines interdisziplinären Versorgungsangebotes im Sinne einer Post-Vac-Sprechstunde und einer Post-COVID-Sprechstunde vorgestellt, was ich sehr überzeugend finde. Dies wird Ende Oktober im Expertenrat besprochen. Das Projekt wird ein weiterer wichtiger Baustein zur Versorgung von Long-COVID-, Post-Vac- und ME/CFS-Patientinnen und ‑Patienten in Niedersachsen darstellen. Festhalten können wir heute: Wir haben umfangreiche Maßnahmen gestartet und vieles auf den Weg gebracht. Die gute und richtige Behandlung der genannten Krankheitsbilder sowie die Erforschung und Entwicklung heilender und lindernder Therapieverfahren bleibt die aktuelle Herausforderung und bleibt mir nicht nur als Gesundheitsminister, sondern auch als Arzt eine Herzensangelegenheit. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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