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Christian Meyer

14.09.2023 2:07 min Tagungsabschnitte 19/9

Wann ist mit einem aktiven Wolfsmanagement in Niedersachsen zu rechnen?

Vielen Dank. - Der Minister ist schon zur Antwort bereit. Bitte schön! Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Dies führt dazu, dass wir dort, wo wir Probleme haben, schnell und unbürokratisch handeln können. Ich bin froh, dass die Umweltverbände sagen, sie sind dazu bereit, regional differenziert zu handeln. Um es mal konkret zu machen: Es gibt einen Schaden. Wir haben zehn Risse von zehn unterschiedlichen Tieren. Zurzeit können wir nicht handeln, weil von zehn unterschiedlichen Individuen keines mehrfach auffällig war. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, dass bei vielen Rissen in einer Region dort zeitlich befristet Abschussgenehmigungen erteilt werden, und zwar unabhängig von einer konkreten Identifizierung. Das heißt, dann wird dort geschossen für einen zeitlich befristeten Zeitraum. Das ist das Gleiche, was man jetzt macht. Jetzt muss man, wenn beispielsweise die Region Hannover eine Abschussgenehmigung erteilt, einen konkreten Wolf in dieser Abschussgenehmigung benennen und dem mehrfach etwas nachweisen - oder einem konkreten Rudel. Wir hatten einen Fall, in dem ein Tier keinem Rudel zugeordnet werden konnte. Es gäbe ein riesiges Problem, wenn der Landkreis Stade oder das Land hier eine Abschussgenehmigung erteilen würde. Wir wollen dort handeln, wo wir Schäden haben, unabhängig vom Individuum. Das wäre eine Möglichkeit, glaube ich, insgesamt die Akzeptanz für den Wolf zu erhalten, indem man das von den Nutztierschäden abhängig macht. Ich bin froh, dass das auf breite Zustimmung stößt. Ich sage noch einmal, auch in Richtung Bund: Dafür brauche ich keine EU-weiten Änderungen, sondern ich brauche nur das Ende des Pilotverfahrens. Sie müssen uns sagen: Ihr dürft diese Ausnahme regional differenziert nutzen. Und der Bund muss das in den Leitfäden und auf der Umweltministerkonferenz erlauben. Dann werden wir das in Niedersachsen schnell umsetzen. Ich hoffe, dass wir das schnell und rechtskonform umsetzen können, wenn diese Klarstellung von Bund und EU erfolgt. Das würde die Akzeptanz für den Wolf stärken und auch den Weidetierhaltern helfen. Dann haben wir eine schnelle Lösung und müssen nicht erst diese langen Probenuntersuchungen abwarten. In einem Fall wie jetzt, wenn die Landwirtschaftskammer sagt: „Es war ein Wolf, es ist eine Grenze in einer Region überschritten“, könnten wir sofort handeln und müssten nicht erst Genproben abwarten, welcher Wolf aus welchem Rudel es genau war. Vielen Dank. -

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