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Lena Nzume

GRÜNE 10.10.2025 3:46 min Tagungsabschnitte 19/28

Wie ist es um die Zukunft der Tagesbildungsstätten in Niedersachsen bestellt?

Frau Nzume, kommen Sie gerne nach vorne. Sie haben das Wort. Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Liebe KollegInnen! Die Landesregierung hat den Transformationsprozess angestoßen, um allen Kindern und Jugendlichen wohnortnahe und passgenaue Bildungsangebote zu ermöglichen. Es geht um einen Schritt in eine wirklich gute Richtung zum gemeinsamen Lernen. Um diesen Prozess zu unterstützen, ist viel passiert. In den letzten Monaten wurde viel unternommen. Es gab Planungsgruppen, regionale Planungsgruppen. Es gibt eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Kultus-, Sozial- und Finanzministerium. Und wie gesagt, in den Modellregionen passiert schon sehr viel mit den Trägern, mit den Elternvertretungen und mit den Kommunen. Das Kultusministerium das haben wir gerade gehört hat einen Werkzeugkoffer für die Personalentwicklung und die Organisationsentwicklung zur Verfügung gestellt, um das Personal anzuerkennen und weiter zu qualifizieren. Das Land hat darüber hinaus zugesagt, die Kosten für den schulischen Teil zu übernehmen. Denn die Tagesbildungsstätten sind uns sehr wichtig. Sie leisten das haben wir auch schon von allen gehört eine wirklich sehr gute Arbeit. Wir wollen natürlich den Prozess unterstützen, damit die Kinder auch weiterhin gut versorgt sind. Gerade mit dieser Expertise und im Umgang mit den Kindern ist es natürlich möglich und nötig, wirklich genau hinzuschauen, mit Bedacht vorzugehen, damit sie in Zukunft ein wichtiger Teil unserer inklusiven Bildung bleiben. Genau deshalb ist es entscheidend, regionale Inklusionskonzepte vor Ort zu machen und regionale Planungsgruppen weiterarbeiten zu lassen. Die Weiterentwicklung der Tagesbildungsstätten ist allerdings keine alleinige Aufgabe des Kultusministeriums. Das haben wir schon gehört. Es ist eine gemeinsame Verantwortung von Land, Kommunen und Trägern. Das Ministerium kann die Rahmenbedingungen schaffen, aber die konkrete Umsetzung muss vor Ort passieren und der jeweiligen Situation angepasst gestaltet werden. Klar ist auch: Die Einrichtungen müssen sich nicht vollständig transformieren. Der Prozess kann schrittweise mit Übergangs- und Zwischenlösungen verlaufen. Wichtig ist uns, dass das Personal bei diesem Prozess mitgenommen wird. Viele Mitarbeitende werden keine Lehrkräfte werden können, aber wir wollen sie im System behalten. Das hat Frau Lansmann gerade ausgeführt. Daher erarbeiten wir gerade Wege, um sie als pädagogische Mitarbeitende weiterhin zu beschäftigen, damit sie die Möglichkeit haben, ihre Erfahrungen einzubringen. Einige der Tagesbildungsstätten sind bereits verschiedene Wege gegangen. Denn dort, wo Vertrauen, Beteiligung und klare Strukturen sind, gelingt der Wandel. So geht es am Ende um Planungssicherheit für die Kinder, für die Eltern, aber eben auch für die Beschäftigten. Uns ist klar: Dieser Prozess wird einige Jahre dauern, vielleicht auch einige Jahrzehnte. Aber wir sind bereit und willens, diesen Prozess nach besten Kräften zu unterstützen, auch finanziell. Denn gelingen kann er nur, wenn alle gemeinsam Verantwortung übernehmen. Genau deshalb sollten wir den Druck, der derzeit vielerorts spürbar ist, nicht weiter erhöhen, und wir sollten keine Ängste schüren, sondern auf Ruhe, Klarheit und Verlässlichkeit setzen. Denn nur so kann Inklusion gelingen, Schritt für Schritt und gemeinsam. Danke schön.

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