Miriam Staudte
Tierhaltung im Transformationsprozess: Was tut die Niedersächsische Landesregierung für die Landwirtschaft und gegen Versorgungsengpässe?
Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Sehr geehrter Herr Dorendorf, vielen Dank für die Frage. Es gibt Studien der Uni Kiel, die sich mit dem Thema Umstiegsprämie befasst haben. Ich glaube, dass man daraus schon einige grundsätzliche Rückschlüsse ziehen kann, was die Frage angeht, ob ein Stall wirklich abgerissen oder aber stehen gelassen und umgenutzt werden sollte. Ich sehe in dieser Zielsetzung eine Herausforderung, die man in einem partizipativen Prozess lösen muss. Ich habe schon an verschiedenen Stellen gesagt, dass mir der Dialog mit der Branche, mit den Landwirtinnen und Landwirten sehr wichtig ist. Entscheidend ist, dass Lösungen nachhaltig sein müssen, dass Probleme nicht von dem einen großen Stall auf den nächsten verlagert werden dürfen. Wir müssen wirklich versuchen, die verschiedenen Ziele miteinander zu vereinbaren. Die TRAIN-Studie enthält Überlegungen zu der Frage, wie die Landwirtschaft breiter aufgestellt werden kann. Ich glaube, dass es da viele Punkte gibt, die man aufgreifen kann. Ein Beispiel sind Aquakulturen. Auch ist der Selbstversorgungsgrad bei Obst und Gemüse in Deutschland sehr niedrig. Der Obst- und Gemüsebau kommt mit wenig Fläche aus, was zu der Ausgangssituation passt, die in Bereichen mit Intensivtierhaltung vielfach vorliegt. Das sind Möglichkeiten, die ich mir vorstellen kann. Aber ich bin sehr offen für einen Dialog und gute Vorschläge.
