Lena Nzume
Lehrkräfteausbildung praktisch und vernetzt denken - Qualität stärken, Fachkräftemangel bekämpfen!
Vielmehr wollen wir das Thema Lehrkräfteausbildung reformieren und verändern. Das machen wir mit unserem Antrag! Während andere vielleicht in alte Muster zurückgehen wollen, gehen wir die Herausforderungen mit einem zukunftsorientierten Blick an. Wer die Probleme von morgen mit Rezepten von gestern lösen will, der lässt unsere Schulen im Stich. Schauen wir uns doch an, was bereits passiert ist, denn es ist schon einiges passiert. Wir haben den Impuls gegeben, und die Ministerien Wissenschaftsministerium und Kultusministerium haben gehandelt. Ich will nur einige Punkte herausstellen, sonst reicht meine Zeit leider nicht: die Masterverordnung, die auf den Weg gebracht worden ist, das schon viel diskutierte Lehramt Sekundarstufe I, aber auch die Erhöhung und Verzahnung der Praxisanteile. Beides gehört dazu: Natürlich ist es wichtig, die bestehenden Praxisphasen aufeinander abzustimmen und eine reflektierte Praxis zu ermöglichen. Es geht nicht immer nur um ein Mehr, sondern auch darum, wie sie aufeinander aufbauen. Das machen wir gemeinsam mit den Universitäten, die sehr viel Positives beigetragen haben. Zum Thema Quereinstieg: Wir schaffen einen neuen Quereinstiegsmaster und ermöglichen dadurch neue Wege ins Lehramt, besonders für Fachkräfte im MINT-Bereich, aber auch in den Gesellschaftswissenschaften. Das ist wichtig. Auch dabei gehen wir einen dialogischen Weg. Die Ministerien diskutieren mit den Universitäten in einer Arbeitsgruppe über einen Quereinstiegsmaster. Der Start soll dann an den Hochschulstandorten in Mangelregionen sein. Somit stärken wir die Regionen und öffnen das System, ohne Qualitätsstandards aufzugeben. Das nächste Thema, Herr Fühner, ist ein Herzensthema von mir: Es geht darum, die Anerkennung der ausländischen Abschlüsse zu verbessern. Wir haben Stellen geschaffen, um das zu erleichtern. Wir wissen, dass das nicht einfach ist. Aber wir gehen diesen Weg. Auch Vorgaben der Bundesebene sind umzusetzen, etwa hinsichtlich der Digitalisierung. Auch das Thema Bürokratieabbau gehen wir an. Begleitende Anpassungslehrgänge und Online-Sprachkurse sollen Hürden senken. Ich finde, da gehen wir einen großen Schritt. Wie Herr Meyn schon gesagt hat: Unser Antrag ist kein Endpunkt. Er ist ein Anfang. Wir stoßen Reformen an, die Schritt für Schritt Wirkung zeigen: an den Hochschulen, an den Seminaren und an den Schulen. Wir wollen, dass unsere Reformen auch in den Klassenräumen ankommen. Deshalb werden wir diese Umsetzungsphase natürlich weiterhin begleiten und weiterhin schauen, wie wir es hinbekommen, dass die guten Sachen, die wir hier entschieden haben, tatsächlich bei den Kindern und bei den Klassen ankommen. - Danke schön. Natürlich gehört das Referendariat dazu. Wir haben es schon gehört. Ich bin in vielen Schulen unterwegs, in denen es um individuelles Lernen geht. Sie wünschen sich mehr Coaching-Aspekte, mehr Individualisierung und andere Prüfungsformate. Das greifen wir natürlich auf. Wir haben das als einen Punkt, und ja, wir werden es diskutieren. Ich mache jetzt mal wie sagt man? einen Teaser: Wir kommen noch mit einem Antrag. Natürlich können wir auch gemeinsam arbeiten. Viele Themen eignen sich natürlich auch dafür, gemeinsam zu arbeiten. Unser Kultusausschuss hat sich ja intensiv damit beschäftigt. Wie gesagt, ich versichere Ihnen: Es kommt noch mehr, und wir werden die weitere Umsetzung begleiten. Wir machen eine Kombination aus Strukturreform im Bereich Lehrkräftebildung und praktischer Umsetzung. Deshalb: Bitte nehmen Sie diesen Antrag an, damit Niedersachsen beim Thema Lehrkräftebildung einen Schritt vorangehen kann! Vielen Dank. Vielen Dank. - Für die Landesregierung hat nun das Wort: die Kultusministerin Frau Hamburg. Bitteschön!
