Christian Meyer
Grüner-Wasserstoff-Standort Niedersachsen - wie entwickelt sich die Infrastruktur?
Vielen Dank. Herr Minister, bitte! Vielen Dank, Frau Präsidentin. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir haben, weil wir auch dazu einen übergreifenden Konsens der demokratischen Fraktionen hatten, schon in der letzten Legislaturperiode das Niedersächsische Wasserstoff-Netzwerk auch im Rahmen eines norddeutschen Wasserstoffnetzwerks, aufgebaut. Dort findet eine ganze Reihe von Veranstaltungen zur Information von Betrieben und Wirtschaft statt. Ich war letztens bei einer Veranstaltung im Landkreis Helmstedt: Dort ging es um den Braunschweiger Raum, wie dort die Industrie über Leitungen an das Wasserstoffkernnetz angebunden werden soll. Es wurde nicht nur über Salzgitter diskutiert, sondern auch über die Frage, ob man auch an anderen Standorten Elektrolyseure errichten kann. Es ist zu überlegen, wie man das mit den Zielen zum Ausbau der erneuerbaren Energien übereinbringt. Wir haben über das WindBG die Vorgabe, 2,2 % der Landesfläche für Windenergieanlagen auszuweisen. Gerade im Braunschweiger Raum, die mehr als 3,1 % dafür ausweisen, wird überlegt, wie an den Windparks, die dort entstehen, aus dem überschüssigen Strom gleich in kleineren und mittleren Elektrolyseuren für die Industrie, die dort bereitsteht, Wasserstoff erzeugt werden kann. Wir unterstützen eine ganze Reihe von Veranstaltungen. Ich war in Emden bei einer länderübergreifenden Veranstaltung Deutschland und Niederlande zum Bereich Wasserstoff. Dort gehen die Leitungen in beide Richtungen, und natürlich wollen wir auch da eine Anbindung an die grüne Stromerzeugung in den Niederlanden erreichen. Auch dort waren sehr viele Unternehmen und Vertreter der Wirtschaft dabei. Ich habe vorhin auch dargestellt, dass wir sehr viele Innovationsprojekte im Bereich Wasserstoff fördern, seien es Wasserstofftankstellen oder Wasserstoffantriebe für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Wir vernetzen diese Themen immer wieder. Auch auf den Messen ist das immer ein ganz großes Thema. Beim letzten Mal gab es Kooperationsveranstaltungen von Norwegen und Deutschland. Auch dort war ich bei mehreren Veranstaltungen, wo es darum ging, niedersächsische und norwegische Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien und Wasserstoff zusammenzubringen. Weiterhin wird es eine große Aufgabe bleiben, dass wir die Unternehmen und auch die Kommunen einbinden. Ich habe das Beteiligungsverfahren zum Wasserstoffkernnetz angesprochen. Wir haben alle Kommunen aufgefordert, uns auch die zusätzlichen Bedarfe mitzuteilen. Das alles haben wir beim Bund eingereicht und darauf gepocht, dass in Niedersachsen keine der Regionen, die im Aufbau sind, abgehängt bleiben, sondern gerade da, wo viel Industrie transformiert werden muss, eine gute Anbindung bereitzustellen. Da Niedersachsen ja sehr viel und sehr schnell erzeugt und die Leitungen baut, habe ich zumindest bei dieser Bundesregierung immer ein sehr gutes Gefühl, dass sie auf uns hört und die Vernetzung auch dort sehr stark unterstützt, denn sie weiß, dass Niedersachsen dort sehr weit vorn ist.
