Alfred Dannenberg
Wölfe attackieren Weidetiere bis in Siedlungen hinein: Wird die Landesregierung schnelle und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen?
Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Guten Morgen! Ich verlese die Kleine Anfrage für die Fragestunde der AfD-Fraktion: „Wölfe attackieren Weidetiere bis in Siedlungen hinein: Wird die Landesregierung schnelle und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen?" In Niedersachsen setzen sich Übergriffe durch Wölfe auf Weidetiere fort. In der Nacht zum 17. Februar 2026 hetzten im Landkreis Cuxhaven mutmaßlich vier Wölfe rund 100 Schafe kilometerweit von ihrer Winterweide bis in den Ortskern in Mittelste- nahe. Dieser Übergriff hatte 20 tote und 7 verletzte Schafe zur Folge. Einige gerissene Tiere wurden im Wohngebiet vorgefunden. Fünf Tage später wurden aus derselben Schafherde siedlungsnah vier weitere Schafe gerissen. Bei beiden Übergriffen waren sogenannte wolfsabweisende Zäune gegeben. Betroffene fordern wirksame Maßnahmen gegen die Wolfsattacken, die auch in Siedlungsnähe und sogar bis in Wohngebiete hinein erfolgen. Medienberichte spiegeln die Angst der Bevölkerung um die eigene Sicherheit wider, Eltern sorgen sich um ihre Kinder. Derzeit befinden sich das Bundesjagdgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz im Hinblick auf eine Bejagung des Wolfs in einem Prozess der Anpassung. Am 4. Februar 2026 äußerte der Artenschutz-Referatsleiter des niedersächsischen Umweltministeriums bei einer Unterrichtung im Agrarausschuss des Landtages zum aktiven Wolfsmanagement, „dass das Verfahren der Einzelfallgenehmigung seine Schwierigkeiten hatte" und keines dieser Verfahren erfolgreich abgelaufen sei, dass das niedersächsische Umweltministerium eine Jagdzeit für den Wolf vom 1. Juli bis 31. Oktober kritisch bewerte, dass ein Management der Wölfe an einen konkreten Konflikt zu knüpfen sei und dass er „an die einfach freigegebene Jagd ein Fragezeichen machen" würde. Außerdem lehnte er den Begriff einer Obergrenze des Wolfsbestands ab. 1. Wird die Landesregierung eine reguläre Bejagung des Wolfs unabhängig von erfolgten Rissen und konkreten Konflikten unverzüglich ermöglichen, wenn die Voraussetzungen durch Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetz gegeben sind? 2. Welche Maßnahmen ergreift die Landesregierung gegebenenfalls, um ein erneutes Scheitern ihres sogenannten Schnellabschussverfahrens zukünftig abzuwenden? 3. Welche Maßnahmen ergreift die Landesregierung zum Schutz der Menschen vor Wölfen? Danke. Vielen Dank. - Die Landesregierung antwortet.
