Jessica Miriam Schülke
Studieren in Niedersachsen - Attraktivität steigern, Konkurrenzfähigkeit erhalten
Der Antrag der Grünen und der SPD trägt den Titel: „Studieren in Niedersachsen - Attraktivität steigern, Konkurrenzfähigkeit erhalten". Hierbei geht es um sinkende Studentenzahlen an unseren Hochschulen, die durch Krisen, wie zum Beispiel Corona-Pandemie, Lockdowns, Energiekrise, Inflation usw., begründet werden - also alles Zustände, die Ihre Parteien zu verantworten haben. In Ihrem Antrag wollen Sie unter anderem schon vorhandene gut funktionierende Studieninformations- und Beratungsprogramme regelrecht in ein System des durchgängigen betreuten Denkens umwandeln. Der Kern Ihres Antrags gipfelt in absurden Forderungen ich zitiere aus Ihrem Antrag: ein Beratungsangebot für StudienzweiflerInnen zu ermöglichen, mehr Fernstudium und Hybridvorlesungen, die eine Präsenz nicht mehr erforderlich machen, mehr Flexibilität im Teilzeitstudium, die durch das Programm Student Life Cycle noch weiter aufgebauscht wird, und mehr Möglichkeiten für Urlaubssemester und Freiversuche also ein an das jeweilige Ruhe- oder Spaßbedürfnis angepasstes studentisches Lebensmodell. Fehlt nur noch ein Studium in Leichter Sprache! Das hört sich großartig an. Aber, werte Kollegen, werfen wir einen Blick aus der linksgrünen Blase in die Realität. Frau Abgeordnete Schülke, lassen Sie eine Zwischenfrage der Abgeordneten Hillberg zu? Nein, ich möchte gern fortfahren. Vielen Dank. Werfen wir also einen Blick aus der linksgrünen Blase in die Realität: Wie sollen Studienplätze besetzt werden, wenn allein 2022 in Niedersachsen 1 600 Studenten zum Semesterbeginn keine Wohnung oder kein WG-Zimmer bekamen? Auch für die Erneuerung der Zentralküche der maroden Hauptmensa in Hannover haben die Studenten jahrelang demonstriert - im Dezember 2023 sogar draußen vor unserem Landtag, werte Kollegen. Die Flyer, die damals verteilt wurden, müssten auch Ihnen zugegangen sein. An dieser Stelle stellt sich mir ohnehin die Frage: Wer soll Ihren Traum vom woken Wellness-Studium überhaupt bezahlen? Die Bürger, die in diesem Land noch wertschöpfender Arbeit nachgehen? Die Krankenschwester, der Maurermeister, der Zimmermann? Und es darf nicht unerwähnt bleiben, dass Niedersachsen jährlich ca. 30 000 Asylanten aufnimmt. Die Unterbringung dieser Asylanten kostet rund 500 Millionen Euro pro Jahr 500 Millionen Euro pro Jahr! Dieses Geld wäre zum Beispiel ganz sicher besser in der Versorgung unter anderem unserer Studenten und dem Ausbau unserer Universitäten angelegt. Werte Regierung, werte Kollegen, wir von der AfD würden in jedem Fall andere Prioritäten setzen. Diese Situation, der Rückgang der Studentenzahlen, wäre eine hervorragende Gelegenheit, den Fokus wieder auf hohe Qualität in Lehre und Forschung zu lenken, also auf Klasse statt Masse. Ihren Antrag lehnen wir ab. Vielen Dank. Auf Ihren Beitrag gibt es eine Kurzintervention der Abgeordneten
