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Nadja Weippert

GRÜNE 15.05.2024 2:24 min Tagungsabschnitte 19/16

Onlinezugangsgesetz 2.0 - Digitalisierung der Verwaltung endlich auf die Überholspur setzen

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleg*innen! <v UU>Wir alle wissen, dass sowohl die</v> <v UU>Modernisierung der Verwaltung als</v> auch die Digitalisierung in Deutschland insgesamt in den <v UU>vergangenen Jahrzehnten sträflich</v> <v UU>vernachlässigt wurden.</v> <v UU>Spätestens seit Einführung des ersten</v> <v UU>Smartphones vor knapp 17 Jahren hätte</v> <v UU>die Prioritätensetzung für alle klar</v> <v UU>sein können und müssen.</v> <v UU>Aus meiner Sicht sind daher alle in</v> <v UU>den letzten Jahren</v> <v UU>regierungstragenden Parteien auf</v> <v UU>Bundesebene mitverantwortlich für den</v> <v UU>heutigen Missstand, weil sie zu spät</v> <v UU>gehandelt haben, weil sie zu wenig</v> <v UU>investiert haben und weil sie damit</v> <v UU>die Zeichen der Zeit schlichtweg</v> <v UU>ignoriert haben.</v> <v UU>Denn wer nicht mit der Zeit geht, der</v> <v UU>geht mit der Zeit.</v> <v UU>Anekdotisch erinnern möchte ich an</v> dieser Stelle noch an die Prioritätensetzung bei dem Thema <v UU>Verwaltungsdigitalisierung beim</v> <v UU>zuständigen Bundesinnenminister</v> <v UU>Seehofer, der im Jahr 2018 nach</v> <v UU>kontroverser Debatte den Begriff</v> <v UU>„Heimat“ in den Namen des</v> <v UU>Ministeriums aufgenommen hat.</v> <v UU>Aber Verwaltungsdigitalisierung?</v> <v UU>- Fehlanzeige!</v> <v UU>Liebe Kolleg*innen, der Begriff</v> <v UU>„Verwaltungsdigitalisierung“ muss</v> <v UU>selbstverständlich nicht zwingend im</v> <v UU>Namen oder in der Überschrift eines</v> <v UU>Ministeriums stehen, und doch zeigt</v> <v UU>sich an dem Beispiel, wie die</v> <v UU>Wichtigkeit des Themas bei den</v> <v UU>Hauptverantwortlichen in Berlin noch</v> <v UU>vor sechs Jahren eingeschätzt wurde.</v> <v UU>Bedauerlicherweise setzt sich dieses</v> <v UU>politische Handlungsdefizit</v> <v UU>aktuell fort.</v> <v UU>Die eigentlich vielversprechende</v> <v UU>Novelle des Onlinezugangsgesetzes hat</v> <v UU>am 22. März im Bundesrat keine</v> <v UU>Mehrheit gefunden.</v> <v UU>Der Vermittlungsausschuss wurde durch</v> <v UU>den Bundesrat nicht angerufen, wohl</v> <v UU>aber durch die Bundesregierung.</v> <v UU>Somit hat sich der hier heute</v> <v UU>vorliegende Antrag der CDU-Fraktion</v> <v UU>aus unserer Sicht im Kern erledigt</v> <v UU>und wird daher von uns abgelehnt.</v> <v UU>Aber, liebe Kolleg*innen, wir sind</v> <v UU>nicht gewählt, um zu resignieren oder</v> <v UU>gar aufzugeben.</v> <v UU>Vielmehr hat die niedersächsische</v> <v UU>rot-grüne Koalition einen umfassenden</v> <v UU>Antrag zur Digitalisierung der</v> <v UU>Verwaltung verfasst, den wir morgen</v> <v UU>hier im Plenum einbringen werden.</v> <v UU>Und im Gegensatz zum Antrag der</v> <v UU>CDU-Fraktion setzt unser rot-grüner</v> <v UU>Antrag dort an, wo wir selbst handeln</v> <v UU>können, nämlich auf der Landesebene</v> <v UU>und nicht bei Bundeszuständigkeiten.</v> <v UU>Ich freue mich deshalb auf die</v> <v UU>morgige Einbringung und Debatte</v> <v UU>unseres Antrages für ein digitales,</v> <v UU>zukunftsfähiges Niedersachsen auch in</v> <v UU>den Verwaltungen dieses Landes.</v> <v UU>Vielen Dank.</v>

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