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Torsten Renz

CDU 07.05.2026 Sitzungen 8/131

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! „Verantwortungsvoller Umgang mit KI im Schulalltag“ – ich habe mich natürlich gefragt, welche Zielstellung hat diese Aussprache. Ich glaube, wenn die von uns gekommen wäre, dann hätten wir gehört, das hätte doch das Ministerium auch mal vortragen können im Bildungsausschuss. Aber man hat sich jetzt für eine öffentliche Debatte entschieden, das ist ja auch manchmal ganz gut, um sozusagen das Bewusstsein dafür so ein bisschen zu schärfen. Das kann ich auch nur unterstützen. Nichtsdestotrotz, bei mir ist es meistens so, ich will nicht sagen immer, aber wenn ich etwas mache, dann habe ich auch ein gewisses Ziel und ein Ergebnis will ich erreichen. Das ist mir ehrlich gesagt für die Tatsache, dass dann hier die Pressemitteilungen vorgelesen werden und die Beiträge der Homepage noch mal sozusagen vorgetragen werden, zu wenig. Ich war eigentlich erfreut, dass Frau Rösler sagte zum Schluss, unsere Aufgabe ist es, diesen Prozess zu gestalten. Deswegen hätte ich einfach erwartet – aber vielleicht können wir noch mal auch uns dazu austauschen, Frau Rösler –, da wir ja nun die Bilanz auch des Bildungsministeriums gehört haben, die ich ja, das ist ja auch soweit in Ordnung, aber wenn Sie sagen, wir sollen das gestalten oder das ist unsere Aufgabe, das zu gestalten, dann frage ich mich tatsächlich, und ich nehme mich da auch mit ein, inwieweit ich dieses Thema mit vorangetrieben habe, aber insbesondere auch der Landtag, und ob wir überhaupt, auch die Mitglieder im Bildungsausschuss, uns in diesem Zusammenhang als Experte bezeichnen können. Da habe ich auch ehrlich gesagt große Fragezeichen. Diese großen Fragezeichen habe ich, weil aus meiner Sicht, dafür können wir jetzt persönlich alle nichts, aber die Entwicklung im Bereich KI in der gesamten Gesellschaft ja so rasant ist. Wenn ich irgendetwas google – das wird Ihnen wahrscheinlich auch so gehen –, sofort bekomme ich die Antwort KI-unterstützt. Und dann ist ja auch die Frage, gerade in diesem Fall, sage ich mal, bei jungen Leuten, die in die Bildung hineingeführt werden, inwieweit sind sie dann in der Lage, das zu werten und Ähnliches. Und das ist eine Riesenherausforderung. Und diese Herausforderung habe nicht nur ich, hat nicht nur die Politik, sondern hat natürlich auch unsere Lehrerschaft, weil auch die, auf die läuft ja sozusagen mit großen Schritten diese KI-Herausforderung auf sie zu. Und da ist es richtig, was die Ministerin sagt, dass sie sich schon 23 auf den Weg gemacht hat. Und ich habe mir das auch noch mal genauer angeschaut. Die Kultusministerkonferenz hat ja dann auch erst tatsächlich 24 entsprechende Handlungsempfehlungen beschlossen. Und ehrlich gesagt, habe ich mich dann auch durch den Handlungsleitfaden des Landes Mecklenburg-Vorpommern etwas mehr durchgequält. Ich weiß nicht, ob das noch irgendjemand von Ihnen gemacht hat, sich das mal konkreter angeguckt hat. Vorher habe ich Gespräche mit Lehrern geführt, und die Situation, die mir beschrieben wird, ist, dass eine gewisse Unsicherheit da ist. Deswegen kann Politik ja nur Weiterbildungsveranstaltungen und Leitfaden und so weiter auf den Weg bringen. Trotzdem ist es natürlich – und das ist eben die Herausforderung schlechthin, da kann der Einzelne jetzt nichts dafür –, es ist eine Riesenherausforderung, das zu meistern. Und die Unsicherheit, da sollten wir uns nichts vormachen, bei der Lehrerschaft ist eben gegeben. Der Vorredner hat ja auch ein konkretes Beispiel genannt, so habe ich das jedenfalls aufgenommen, wenn jetzt eine Hausarbeit geschrieben wird. Das war auch tatsächlich ein Punkt bei dieser Handlungsempfehlung, wenn man da heute reinschaut, und die Ministerin hat zwar gesagt, das wird ständig aktualisiert, ich weiß nicht, ob sie jetzt den Handlungsleitfaden meinte oder ihr Handeln an sich. (Zuruf von Ministerin Simone Oldenburg) Der Handlungsleitfaden an sich, der noch im Internet ist, wenn wir dann unter 3.2 uns das mal anschauen, da ist nämlich das genau beschrieben. Wenn jetzt Täuschungen vorliegen, dann wird aufgeführt, das sind keine Plagiate, sondern das ist eine Täuschung, KI ist ein zulässiges Hilfsmittel und der Schüler muss dann darstellen den Grad der Eigenleistung, das haben Sie auch dargestellt. Aber die Frage ist doch, wenn er das nicht macht, diese pädagogische Herausforderung, das soll auch keine Kritik sein. Ich will uns alle nur dazu aufrufen, diesen Prozess, (Ministerin Simone Oldenburg: Das ist genauso, als wenn die Eltern die Aufgaben machen.) diesen Prozess zu gestalten …

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