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Jens-Holger Schneider

AfD 07.05.2026 Sitzungen 8/131

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Mecklenburger, liebe Vorpommern! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Ja, Thema KI – Verantwortungsvoller Umgang in der Schule. Ich habe zu dem Thema in der letzten Zeit mehrere interessante Beiträge gesehen, unter anderem im ZDF und bei ARD alpha – ich gucke also auch öffentlichrechtlichen Rundfunk, den ich auch teuer bezahlen muss –, da sind mir wertvolle Hinweise gegeben worden, (Torsten Renz, CDU: Ich hoffe doch, dann monatlich.) auch die in dem Zusammenhang eine ganz große Rolle spielen und die ich dann auch aktuell gerne wiedergeben will. (Heiterkeit vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das Thema der Aussprache klingt natürlich so, als würden Sie die Lorbeeren einheimsen wollen. Und tatsächlich haben Sie an der Stelle mal nicht alles falsch gemacht. Da kann man also zugeben, dass Sie da wirklich weiter vorne mit unterwegs gewesen sind, weil es tatsächlich auch Regelungsbedarf gibt. Das Problem im Schulbetrieb ist eben, dass ohne Regelungen und sachgerechte Handhabung KI missbraucht werden kann, weil eigenständige Leistungen vorgetäuscht werden. (Martin Schmidt, AfD: Jawoll!) Das widerspricht schulischen Grundsätzen und Zielstellungen. Ziel soll es sein, eigenständige Denkweisen, Analysefähigkeiten und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln, die entscheidend sind für den späteren beruflichen Erfolg und die Persönlichkeitsentwicklung. Auf die ganzen Herausforderungen, was das Berufliche angeht, komme ich noch, darauf sind Sie mir viel zu wenig eingegangen. Die KI ist Unterstützung bei Recherchen und Dokumentenauswertung, das ist kein Problem. Wenn man allerdings die KI nutzt, um Texte zu schreiben, Vorträge vorzubereiten, und das nicht kennzeichnet, also auch keinen eigenständigen Beitrag leistet, dann ist das ein Problem. Und ja, Sie haben tatsächlich relativ zeitnah darauf reagiert. Was mir aber fehlt, das ist die Tatsache, dass möglicherweise in den Schulen viel zu wenig darauf hingewiesen wird, dass zukünftig Berufsfelder komplett wegfallen können und ersetzt werden können. Es kommt darauf an, dass Menschen und auch unsere Schülerinnen und Schüler da die soziale Intelligenz entwickeln, Empathie entwickeln, denn so etwas wird die KI momentan noch nicht leisten können. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass alleine die USA, die Amerikaner 2025 500 Milliarden Dollar in das Projekt Stargate gesteckt haben, die komplette IT- und KI-Infrastruktur entwickelt haben und die Chinesen die KI zur Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts ausgerufen haben. Das heißt, wir werden da fürchterliche Konkurrenz bekommen und wir werden uns da sehr, sehr anstrengen müssen, um auch nur im Ansatz das zu erreichen, was da schon vorweg gestellt wird. Ich möchte darauf hinweisen, dass eben so ganz einfache Berufsfelder wie Verkäuferinnen, selbst Lkw-Fahrer, Taxifahrer durch das autonome Fahren, das wird zukünftig sehr, sehr unter Druck geraten. Einfaches repetitives Wiederholen, einfache Routinetätigkeiten, einfache Analysetätigkeiten, selbst Juristen in der einfachen Ausbildung werden Schwierigkeiten bekommen. Darauf muss man die Schüler vorbereiten, dass das eine große Herausforderung wird. Im Einzelhandel wird es große Umstellungen geben, es wird in vielen Berufsfeldern große Umstellungen geben, allerdings nicht da, wo der menschliche Kontakt gefordert ist, wie zum Beispiel bei Lehrkräften, bei Pflegern, überall da, wo Kreativität gefragt ist. Das steht nicht so in Gefahr. Da in dem einen Fernsehbeitrag war von einem Physiklaboranten die Rede, das selbst hoch- oder höher qualifizierte ausgebildete Menschen sich Gedanken machen müssen, dass KI ihnen auch Aufgaben abnimmt und dass die Berufsfelder sich permanent weiterentwickeln. Worauf ich hinaus will, ist, dass in dem harten Schulalltag, in dem wir leben, wir uns um die Tatsache kümmern müssen, dass wir uns nicht einen Schulabgänger, Schulabbrecher mehr leisten können. Wir können uns nicht einen Menschen mehr leisten, der ohne, ich sage mal, eine vernünftige Ausbildung sein Berufsleben vornehmen will, und man muss in den Schulen die Schüler darauf hinweisen, dass sie gefordert sind und dass man wirklich höher qualifizierte Ausbildungen anstreben sollte, die nicht so in der Gefahr stehen, durch Künstliche Intelligenz zukünftig ersetzt zu werden. Sie sprachen von kritischem Denken. Das kritische Denken unterstützen wir auch. Wogegen wir uns verwahren, ist die Tatsache, dass wir sämtliche Einschränkungen der Meinungsfreiheit und der Meinungsbildung, die durch KI, ich sage jetzt mal, eingeschränkt werden soll, was ja auf der EU-Ebene vorgestellt wird, (Präsidentin Birgit Hesse übernimmt den Vorsitz.) dass man beispielsweise bei ChatGPT nicht mehr frei antworten dürfen kann, sondern dass das alles EUkonform sein soll, das sind Dinge, mit denen tun wir uns sehr schwer. Meinungskontrolle an der Stelle lehnen wir ab. Und in der Schule sollte man sich auch mit politischer Indoktrination und Einflussnahme zulasten der freien Meinungsbildung der Kinder sehr zurückhalten. (Enrico Schult, AfD: So ist es, richtig!) Und an der Stelle immer konsequente Einhaltung des Beutelsbacher Konsenses. Und an der Stelle unterstützen wir natürlich die freie Meinungsbildung, wir unterstützen den verantwortungsvollen Umgang mit KI, allerdings sind Regeln gefragt. Und wir unterstützen natürlich auch die Tatsache, dass wir uns um die Grundlagen in den Schulen, was die Lehrkräfteausstattung angeht, was den Unterrichtsausfall angeht, dass wir uns das alles nicht mehr leisten können, nicht einen Schulabbrecher können wir uns mehr leisten. Und dass wir die Kinder rechtzeitig darauf hinweisen, dass es durch die KI jede Menge Herausforderungen geben wird. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)

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