Barbara Becker-Hornickel
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Auf diesen Schluck habe ich mich schon die ganze Zeit gefreut, aber das mal nur am Rande. (Heiterkeit bei Steffi Pulz-Debler, Die Linke) Der Antrag der CDU – ich brauche das hier nicht alles zu wiederholen, so viel Zeit habe ich auch gar nicht – greift doch wirklich die zentrale bildungspolitische Herausforderung in Mecklenburg-Vorpommern auf. Die demografische Entwicklung der Kinderzahlen, es werden weniger, das ist doch eine Realität. Und der Antrag schlägt vor, freiwerdende Kapazitäten konsequent für Qualitätsverbesserungen zu nutzen, und da bin ich beim Volksbegehren, was ja gestern uns den ganzen Tag beschäftigt hat. Ich denke, ich brauche nicht zu erzählen, warum das alles so entstanden ist. Ich denke, es ist auch in Ordnung, jetzt anzufangen. Und da finde ich, das, was die CDU hier vorgelegt hat, ist der erste Schritt überhaupt mit dem Antrag, den Sie dort vorschlagen, mit dem Verlauf einer Sache, die wir voll und ganz mittragen können. Der Großteil der Kinder wächst leider unter Bedingungen auf, die aus wissenschaftlicher Sicht nicht ausreichend sind. Das haben wir seit Jahren diskutiert. Wir haben die rote Laterne, das Schlusslicht beim Kinderbetreuungsschlüssel. (Beifall David Wulff, FDP) Und wir wissen alle, in den ersten Lebensjahren werden entscheidende Grundlagen gelegt: Sprache, Motorik, sozialemotionale Entwicklung. Und eine bessere Fachkraft-Kind-Relation ist kein Detail, das ist wirklich ein zentraler Hebel für Bildungserfolg und Chancengerechtigkeit. (Beifall David Wulff, FDP) Ich denke, die beiden Zielwerte, über die wir hier auch sprechen, 1 : 5 in der Krippe und 1 : 20, das sind Dinge, die sind nicht fernab jeder machbaren Realität. Und ich muss schon sagen, gestern die Diskussion, heute sind die Zeitungen davon voll, ich weiß nicht, ich habe es mit Freude, auch etwas Erstaunen gehört, dass die Ministerpräsidentin hier vorne gesagt hat, ja, eine Beschäftigungsgarantie für die Beschäftigten in der Kita und dahin gehend dann auch als Ziel eine Änderung im Betreuungsschlüssel. Und Sie haben eben etwas ganz Wichtiges gesagt: Die Teamqualität in Kitas ist auch ein ganz wichtiger Schlüssel, dass es den Kindern gut geht, dass auch die Teams miteinander gut arbeiten, und wenn ich so sehe, in Rostock stehen die ersten Kitas vor der Schließung, dass dort die Mitarbeiter durchaus Angst und Sorge haben, dass genau diese gewachsenen Beziehungen auseinandergehen, damit auch noch die Kindergruppen. Ganz kurz noch zum Änderungsantrag der GRÜNEN. Ich finde, dieser Änderungsantrag schließt vieles auf, aber er ist selbst mir ein bisschen zu fett. Also dort werden wir uns enthalten. (Zuruf von Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Dem Antrag der CDU stimmen wir zu. – Danke! (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP)
