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Mandy Pfeifer

SPD 07.05.2026 Sitzungen 8/131

Und zu guter Letzt, Sie untersetzen Ihren Vorschlag nicht mit einer Finanzierungsquelle. Das lässt meine Fraktion vermuten, und auch das wissen Sie bereits seit gestern, dass Sie zusätzliche Einnahmen generieren wollen, vielleicht durch Elternbeiträge in einer Zeit, (Torsten Renz, CDU: Nein, auf keinen Fall!) in der Familien sehr aufs Geld schauen müssen. Und das ist lebensfern. (Zuruf von Torsten Renz, CDU) Die Beitragsfreiheit ist in unserem Land ein hohes Gut, mit dem man nicht unsensibel umgehen sollte, auch nicht als CDU, weil sie entlastet Familien, (Zuruf von Harry Glawe, CDU) sie sorgt dafür, dass Erzieherinnen und Erzieher endlich angemessen für ihre wichtige Arbeit entlohnt werden, sie bringt mehr Männer dazu, den Erzieherberuf zu ergreifen und erweitert damit die Perspektiven in unseren Kindertageseinrichtungen. Aber ein Punkt, der sollte Ihnen als CDU besonders wichtig sein, sie ist ein echter Standortfaktor für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, weil sie Vorteile bringt beim Werben um Fachkräfte. Es lohnt sich nämlich für junge Familien, sich hier in Mecklenburg-Vorpommern niederzulassen, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Haben Sie auf einmal ein Herz für Familien gefunden?! Das glaubt Ihnen doch keiner von der SPD.) weil sie auf einmal … Herr – kommen Sie gerne, kommen Sie gerne ans Mikro, wenn wir uns austauschen wollen, gerne hinterher. (Zurufe von Andreas Butzki, SPD, Tilo Gundlack, SPD, und Torsten Renz, CDU) Ich mache das noch mal von vorne: Es lohnt sich für junge Familien, sich in Mecklenburg-Vorpommern niederzulassen, weil sie hier eine gute und kostengünstige Vereinbarkeit von Familie und Beruf leben können (Thore Stein, AfD: Aber keine Jobs.) und also beide Eltern sich um die Kinder kümmern können und beide Eltern die Möglichkeit haben, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Wenn sie im Bürgergeld sind, oder wie?) sich auch beruflich zu engagieren. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke) Mir begegnen Menschen aus Hamburg und Schleswig-Holstein, die sich wegen der guten Kinderbetreuung in MV hierher verändert haben und hier leben wollen. Und das sollten wir nicht negieren, wenn wir so mit der Beitragsfreiheit umgehen. Dies zu riskieren und es den Eltern nicht mal zu sagen, das finde ich nicht transparent. Sehr geehrter Herr Renz, liebe Kolleginnen und Kollegen von der CDU, Sie haben es bereits gestern gehört, wie sich meine Fraktion zu Ihrem Antrag verhält. Wir brauchen ein daten- und faktenbasiertes Handeln. Ich bin dem Forum „Gute Kita“ dankbar, dass die jetzt diese Daten ermitteln. Wir beraten gemeinsam mit Expertinnen und Experten und den Kommunen eine Lösung, die wir auch gemeinsam tragen können. Und wenn wir diese Lösung haben, dann werden wir sie vorlegen. (Torsten Renz, CDU: Wer sind denn „wir“?) Die Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke) Und, Herr Renz, ich würde es einfach total gut finden, wenn Sie das auch abwarten. Und in der Zwischenzeit können Sie sich auf der Bundesebene engagieren, da wird nämlich gerade das KiTa-Qualitätsgesetz beraten. Und es wäre doch toll, wenn auch die CDU-Familienministerin die Notwendigkeiten für die Kitas im Osten und auch die Notwendigkeiten für Kitas in MV kennt und entsprechende Regelungen in diesem Gesetz vorsieht. Da können Sie Ihren Beitrag leisten, und bis dahin ist die Ministerin mit ihren Beratungen möglicherweise auch weiter. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke – Torsten Renz, CDU: Ach, die redet auch mit?!)

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