Noah Böhringer
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Es ist richtig und wichtig, dass wir handeln. Ich freue mich, dass endlich was gemacht wird. Und ja, natürlich könnten wir jetzt darüber streiten, wer was zuerst, wer zuerst gesagt hat, was wir gegen den Wolf machen. Ich glaube, wir haben alle gehandelt. Viele von uns haben gehandelt. (Stephan J. Reuken, AfD: Jürgen Strohschein.) Und eine Sache, die mir persönlich sehr wichtig ist, auch wenn wir als FDP natürlich im ersten Moment, wenn es darum geht, etwas zu zentralisieren, erst mal ein bisschen auf die Barrikaden gehen, handeln wir natürlich immer mit Vernunft. Und in dieser Situation ist es vernünftig, weil wir sehen ganz klar, dass eine Entbürokratisierung damit geschafft werden kann. Und ein Punkt, der uns persönlich auch noch sehr wichtig ist, ist, dass wir durch einheitliche Regelungen auch einfach dafür sorgen können, dass Bürgerinnen und Bürger entkriminalisiert werden. Weil man muss ja einfach mal realistisch sein, die Leute, die von uns im ländlichen Raum unterwegs sind, die wissen doch, wie die Bürgerinnen und Bürgerinnen damit handeln. Es spricht zwar keiner darüber, aber die Leute werden selber aktiv und der Wolf wird am Ende irgendwo verscharrt. Deswegen finde ich es gut, dass wir dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger bei uns entkriminalisiert werden. Was mir persönlich auch noch wichtig ist, dass Bürgerinnen und Bürger halt auch einfach Sicherheit haben, dass ich eine Sicherheit habe, dass mein Vieh nicht gerissen wird, dass ich eine Sicherheit habe, dass ich weiß, dass mein Tier geschützt ist. Und, ja, auch wenn der Wolf normalerweise keinen Menschen angeht, ich glaube, der letzte Fall war jetzt leider sehr zeitnah in Hamburg, aber davor sehr lange nicht mehr, dass einfach die Leute in unserem Land eine gewisse Sicherheit haben, dass es ihnen gut geht. Wir als Gruppe der FDP begrüßen den Gesetzesentwurf deswegen ganz klar. Wir werden natürlich darauf achten, dass wir nicht aus dem ein Bürokratiemonster schaffen und dass es vernünftig geregelt wird, und freuen uns dann auf die weitere Debatte. (Beifall Barbara Becker-Hornickel, FDP)
