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Noah Böhringer

FDP 20.03.2026 Sitzungen 8/129

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Sehr geehrter Herr Peters, die Ziele, die Sie mit Ihrem Antrag verfolgen, finde ich persönlich gut. Ehrenamt stärken, Mobilität stärken und Engagement würdigen, das sind gute Ziele, die Sie dabeihaben. Ihr Antrag macht mir leider dabei aber noch ganz schön Bauchschmerzen. Deswegen bin ich froh, dass Sie uns das Angebot gemacht haben, dass wir Ihnen auch Fragen stellen dürfen. Ich habe auch schon ein paar weggestrichen, damit Sie nicht zu viele bekommen. (Zuruf von Christian Brade, SPD) Eine Frage, die ich mir persönlich gestellt habe: Wie sieht es eigentlich aus, als junger Mensch probiert man ja viel aus, macht verschiedene Ehrenamtssachen – ich bin jetzt bei dem einen Verein ein Jahr, gehe da raus, bin dann ein Jahr beim anderen Verein und bin dann noch mal ein Jahr beim nächsten Verein. Das wären ja eigentlich auch drei Jahre. Das ist die Frage, die Sie nachher gerne noch beantworten können: Würden diese drei Jahre dann auch zählen? (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Die nächste Frage, die ich mir gestellt habe: Was ist eigentlich ein aktives Ehrenamt? Also muss es am Ende der Verein mehr auszeichnen, dass es ein aktives Ehrenamt ist? Ist es ein bürokratischer Akt, der sozusagen wieder aufs Ehrenamt gestülpt wird? Weil wenn es eine Sache gibt, die wir nicht wollen, dann ist es das nächste Bürokratiemonster. Und ich glaube, das wollen Sie natürlich auch nicht. Zudem habe ich noch eine Problematik, die mir aufgefallen ist. Klar, Sie haben das Ziel, dass wir mehr Nachwuchs ans Ehrenamt heranbekommen. Aber der Nachwuchs kann den Führerschein ja nicht benutzen. Das heißt, wir müssen es irgendwie schaffen, dass wir die Mobilität verbessern bei uns im Land, auch für die jungen Leute, die jetzt noch nicht die Möglichkeit haben, hinzukommen. Ab einem gewissen Alter würde Ihr Konzept natürlich aufgehen, aber das sehe ich halt bei den jungen Menschen noch nicht. Deswegen würde ich mir persönlich gerade in der FDP, wo wir auch immer Fan von Entbürokratisierung sind, wünschen, dass wir ein breiteres Mobilitätsangebot haben. In Ludwigslust-Parchim wird es ja aktuell schon vorgemacht mit dem autonomen Fahren. (Zuruf von Martin Schmidt, AfD) Das sind Sachen, die wir vielleicht noch weiter ausbauen sollten im Land. Wir als FDP sind natürlich bereit, über Ihren Antrag zu sprechen. Herr Terpe hat ja schon das Angebot gemacht, den Antrag zu überweisen. Da sind wir dabei, weil grundsätzlich die Kerngedanken, die teilen wir ja. Zu guter Letzt würde ich einfach noch mal darauf hinweisen, dass ich mir auch gerne von der Landesregierung einfach mal wünschen würde, dass Sie auch handeln würden, weil Sie schreiben sich doch normalerweise immer soziale Beteiligung auf die Fahne. Und jetzt geht es darum, dass wir junge Menschen dazu bringen, mobiler zu werden. Auf einmal ist es Ihnen wieder egal. Das finde ich persönlich ein bisschen schade. Und ich weiß auch ganz genau, dass das eigentlich nicht Ihre Art ist. Genau, in diesem Sinne bedanke ich mich bei Ihnen und freue mich auf die weitere Debatte. (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP und Sandy van Baal, fraktionslos) Vizepräsidentin Beate Schlupp: Vielen Dank, Herr Abgeordneter! An dieser Stelle begrüße ich auf der Besuchertribüne Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Banzkow. Seien Sie uns herzlich willkommen! Ich rufe auf die fraktionslose Abgeordnete Frau van Baal.

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