Barbara Becker-Hornickel
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Vielen Dank, Dr. Terpe, genauso habe ich es auch in Erinnerung, habe jetzt aber nicht die Zeit, das alles noch einmal aufzuarbeiten. Ich bin sehr erfreut über diese Debatte. Ich denke, es herrscht Einigkeit, es ist ein Thema, das uns alle berührt, das wir auch weiter verfolgen werden und würden. Und auch vielen Dank für die Ausweitung der Problematik! Also dieser Antrag ist ja nun nicht aus dem Hut gezogen worden, sondern der ist vorbereitet worden mit vielen Absprachen und auch Nachfragen. Und diese Dinge mit dem Hebammenverband, da war ich ja auch dabei. Das war letzte Woche. (Torsten Koplin, Die Linke: Ich war nicht dabei.) Also da war unser Antrag schon draußen. Und ich glaube, wir hätten gerne oder ich hätte gerne in diesem Antrag die Problematik der Hebammen noch weiter ausgeweitet und auch aufgenommen. Und ich sag Ja, das habe ich schon zu Beginn gesagt, wir bedanken uns bei allen Hebammen, was die dort leisten. Aber mir ist auch ein Satz ganz deutlich im Ohr geblieben, und das wurde hier jetzt auch schon in vielen Beiträgen gesagt: Wenn es der Hebamme gut geht, dann geht es auch der Gebärenden gut, dann haben wir ein gutes Verhältnis. (Zuruf von Julian Barlen, SPD) Und das habe ich dort gelernt, das ist auch in meinem Antrag drin, die Strukturen bringen durchaus Stress und Druck auf alle. Ganz kurz mal, Anschreien oder Anfahren unter der Geburt: Jetzt machen Sie endlich mit! Wenn Sie jetzt nicht mitmachen, geht alles kaputt! Wenn Sie jetzt schon so schreien, was soll dann erst noch kommen?! Anwendung des Kristeller-Griffs, dann auch langes Alleinlassen im Kreißsaal, Ignorieren von Wünschen zur Geburtsposition – ich will das alles gar nicht hier vorlesen, dazu fehlt die Zeit. Ich habe zwei Seiten davon gesammelt. Das sind doch alles Dinge, die passieren, nicht, weil eine Hebamme das unbedingt will, sondern dass sie unter Stress, unter Druck steht. Und das möchte ich eigentlich hier noch mal sagen, ich sage auch, ja, wir beantragen, wir würden uns freuen über die Überweisung in den Sozialausschuss. Ich würde hoffen, dass dort die Diskussion weitergeht. Und ich möchte sagen, dieses Thema dürfen wir nicht aus dem Auge lassen. Also vielen Dank für diese doch, denke ich, richtungsweisende und interessante Debatte für uns Frauen, für alle Frauen, die noch gebären werden, müssen, dürfen, für ihre Kinder, für ihre Familien und dass das wirklich – Geburt ist kein Kinderspiel, ist auch nicht vergnügungspflichtig, aber es soll, denke ich, ein gutes Starterlebnis sein für Familien, für Frauen und ihre Kinder. – Danke! (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der Gruppe der FDP)
