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Dr. Harald Terpe

GRÜNE 18.03.2026 Sitzungen 8/127

Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin den Kolleginnen Bettina Martin und Katy Hoffmeister zunächst dankbar für ihre eindeutigen und auch erhellenden Redebeiträge hier. Einen Teil von diesen Zahlen habe ich auch im Kopf, könnte ich noch mal wiederholen. Und ich nehme vom Kollegen Albrecht aus der Linksfraktion den Begriff „Milchmädchenrechnung“ noch mal mit auf, weil ich das Gefühl habe, es ist wirklich eine Milchmädchenrechnung, die die AfD aufgemacht hat. Ich würde zwei/drei Überlegungen dazu loswerden. Das eine ist, wenn Sie durch Gebühren die internationalen Studenten abwehren hier, wird der Studienplatz für Medizin relativ teurer werden, oder jedenfalls ist ja immer die, (Heiterkeit bei Martin Schmidt, AfD: Was für eine Milchmännerrechnung!) die … Nein, es ist immer so, die Gesamtkosten werden dann durch die Zahl der Studierenden geteilt, und wenn du weniger Studierende dann hast, ist natürlich auch pro, (Enrico Schult, AfD: Aber in der Medizin, da haben wir doch genug, oder?!) pro Nase in der Medizin … (Zuruf von Martin Schmidt, AfD) Ja. So, dann das Zweite. Sie wollen dann zweimal 3.000 im Studienjahr nehmen, das sind 30.000, gemessen auf die 300.000 ist das sozusagen relativ wenig. Natürlich macht Kleinvieh auch Mist, aber Mist, aber wenn Sie im Gegenzug dadurch die Studenten abwehren, ist das wirklich eine Milchmädchenrechnung. (Zuruf von Enrico Schult, AfD) Und ich halte es damit, dass wir insgesamt volkswirtschaftlich denken müssen, und dazu hat Frau Ministerin Martin ausgeführt und gesagt, im Grunde genommen ist es ja so, dass die international Studierenden sozusagen Geld mitbringen und alleine durch das, was sie hier – und das hat Katy Hoffmeister auch gesagt –, (Martin Schmidt, AfD: Na wenn die Geld haben, dann können die ja Studiengebühren zahlen.) was sie hier im Land lassen, gewinnt sozusagen Deutschland auch Mittel. Und vielleicht die letzte Bemerkung, die ich machen will, ist, ich habe jahrelang Medizinerinnen und Mediziner aus dem Nicht-EU-Ausland hier in Gleichwertigkeitsprüfungen gehabt und in Fachsprachenprüfungen. Und wenn da die Abbrecherquote – mit 60 Prozent ist die wirklich hoch, das ist sicher richtig, aber auch die deutsche Abbrecherquote ist verhältnismäßig zu anderen Studien hoch in der Medizin. Das liegt manchmal in der Natur der Sache. Aber ich glaube, das ist eher ein Grund dafür zu sagen, wir müssen sie dann auch unterstützen, weil oft die Sprachbarriere in der Medizin die entscheidende Barriere ist. Und wenn wir wollen, dass Kolleginnen und Kollegen auch bei uns tätig werden, müssten wir sogar mehr investieren in internationale Studenten. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, Die Linke und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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