Thore Stein
Ja, dann würde ich gerne antworten. Ja, danke schön! Sie haben ja jetzt hier sehr unkonkret von einigen Hundert Euro gesprochen. Sie haben auch nicht den Windpark benannt, um den es nicht geht. Ich kann mich auf das beziehen, was mir durch das Wirtschaftsministerium im Ausschuss genannt worden ist. (Zuruf von Christian Albrecht, Die Linke) Das sind wirklich Zahlen, die hinterlegt waren. Da wurden eben auch Rechenbeispiele genannt, und da haben wir eben pro Haushalt, pro Jahr über circa maximal 100 Euro gesprochen. Wenn ich die runterrechne auf den Monat, dann reden wir über 8 bis 10 Euro, die wir pro Haushalt bekommen, jetzt – noch mal – bei diesem einen Windpark, der als Beispiel genannt war. Und ich glaube, wenn ich die Menschen fragen würde, seid ihr bereit, für 10 Euro im Monat diese sieben Windräder vor der Haustür zu akzeptieren, ich glaube, dass die überwiegende Anzahl der Menschen sagt, für 10 Euro verkaufe ich meine Heimat nicht. (Enrico Schult, AfD: Sehr richtig! – Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD: Das reden Sie den Leuten so ein. – Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD: Bitte?!) Also, liebe Frau Schröder, wir reden den Leuten gar nichts ein! Das ist Ihre Politik, die dafür sorgt, dass wir mittlerweile bei jedem Windpark, der geplant wird, eine Bürgerinitiative haben, die sagt, sie wollen das nicht. (Enrico Schult, AfD: Ja. – Zuruf von Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD) Und um Ihnen mal zu zeigen, wie es auch anders gehen kann, schauen wir mal zurück, circa 150 Jahre, Sie werden ja ein bisschen Ahnung haben, als die großen Industriegebiete in Deutschland entstanden, (Zuruf von Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD) als überall aus dem Boden Fabrikanlagen geschossen sind, rauchende Schornsteine, die das Landschaftsbild deutlich stärker beeinflusst haben, als es Windräder tun. Aber da gab es keine Bürgerinitiativen, die dagegen waren, denn die Menschen haben direkt davon profitiert, vom wirtschaftlichen Aufschwung, der im Zeitalter der Industrialisierung in Deutschland stattgefunden hat. Und was jetzt, (Heiterkeit und Zuruf von Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD) und was jetzt passiert, (allgemeine Unruhe – Glocke der Vizepräsidentin) was jetzt passiert, ist eine massive, eine massive Verschandelung der ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern auf Kosten der Menschen, (Zuruf von Christian Winter, SPD) die hier leben, die letztlich ihre Heimat verlieren, die Schönheit ihrer Heimat verlieren. (Zuruf von Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD) Es macht den Tourismus kaputt und es sorgt nicht für eine Wertschöpfung im ländlichen Raum. (Zurufe von Christian Winter, SPD, und Hannes Damm, fraktionslos) Und wenn Sie das behaupten, dann kommen Sie hier nach vorne und dann sagen Sie, wo ist all das Geld, das Ihre Energiewende nach Mecklenburg-Vorpommern bringen soll! (Unruhe vonseiten der Fraktion der SPD – Zuruf von Christian Winter, SPD – Glocke der Vizepräsidentin) Das Geld gibt es hier nicht. Und Sie schaden den Menschen mit Ihrer Energiewende. Das nehmen wir nicht hin. Und ich gehe fest davon aus, dass wir zur Landtagswahl 2026 auch ein entsprechendes Votum der Menschen im Land erleben werden. (Zuruf von Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD) Danke schön! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
