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Dr. Wolfgang Blank

30.01.2026 Sitzungen 8/126

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete! Moin! Ja, vielen Dank, Frau Wegner für den Antrag, der, glaube ich, von den Ansätzen her gut gemeint ist, aber am Ende, glaube ich, deutlich zu kurz gesprungen ist. Ich glaube, es ist immer ein guter Punkt, über Nutzen und Wertschöpfung zu sprechen, wo haben wir eigentlich Nutzen und Wertschöpfung. Und ich glaube, wir haben wirklich auch aus dem Umstand, dass wir das grüne Erneuerbare-Energien-Land sind, einen großen Nutzen, aber ich denke, wir müssen diesen Nutzen noch sehr viel stärker mit dem verzahnen, was wir in anderen Bereichen an Wertschöpfung erzielen. Und das ist ja ein Thema, was wir bundesweit gerade haben. Also wo schöpfen wir die Werte? Die Werte schöpfen wir durchaus auch in erneuerbaren Energien, aber das kann keine einzelbetrachtete Säule sein. Wir sprechen über Wirtschaft, die sich Energie leisten können muss, die den Vorteil auch nutzen kann, aber die auch zu guten Energiekosten, zu guten Energiepreisen hier auch wirtschaften kann. Und wir sprechen genauso über Landwirtschaft, die noch andere Geschäftsmodelle hat und auch Wirkprinzipien. Wenn wir über Wertschöpfungsstudien sprechen, ich glaube, dann können wir nur darüber sprechen, dass wir die viel weiter fassen und dann auch das integriert betrachten und dementsprechend auch die Nutzung der erneuerbaren Energien kontrolliert steuerbar weiter fortsetzen. Zu dem Ziel, das ich gar nicht infrage stelle: Was ist wirklich Wertschöpfung hier? Ich habe die Studien auch angeschaut. Ich glaube, da kann man auch in Teilen mit wirklich guten Argumenten reingehen. Aber in dieser Form, glaube ich, setzen wir das fort, was wir in der Vergangenheit gut begonnen haben, wunderbar. Aber jetzt ist der Zeitpunkt, und das heißt kein Ausbremsen, das auf neue Beine zu stellen. Eine einzelne Säule, eine Wertschöpfungsstudie im Energiebereich ist mir da viel zu wenig, sondern wir müssen es mit den beiden Bereichen verknüpfen. Das vielleicht zu dem Punkt insgesamt. Ich glaube, dann ab 1. Juli oder Ende des Jahres müssen wir hier grundsätzlich darüber sprechen. Dann haben wir ja auch – Sie hatten es genannt – verschiedene Instrumente. Ja, jetzt platziert haben wir ja, das Thema BüGem ist genannt worden. Auch das möchte ich jetzt hier gar nicht in den Vordergrund stellen. Ich glaube, das muss man begleiten, das muss man sich anschauen. Es ist am Ende auch nur ein kleiner Teil davon. Auch das heißt nicht, dass das BüGem nicht sehr wichtig ist. Wir müssen hier die Akzeptanz erzielen. Aber wie gesagt, wir müssen es integriert betrachten. Insofern würde ich jetzt auch gar nicht so sehr auf das Onlinetool eingehen. Ich hatte mir das auch mal angeschaut. Ich glaube, das ist in Loitz gewesen beim Tag der erneuerbaren Energien. Ich finde, das ist ein gutes Instrument, um Sachen zu visualisieren, sichtbar zu machen. Aber es ist auch nur ein winziger Ausschnitt, und ich glaube, wenn wir das Ganze sehen, ich glaube, wir brauchen diese Tools auch, um zu motivieren, zu animieren, zu erklären, ganz wichtig. Insofern bin ich da nicht dagegen, es ist aber vor dem Hintergrund, was ich gesagt hatte, eher sekundär. Und wenn Sie über Kommunikationsstrategie sprechen, ja, wir müssen kommunizieren. Wir müssen kommunizieren, wie wir unser Land aufstellen. Da sind wir bei den Themen, die wir gestern und vorgestern hatten, wie sieht unsere Wirtschaft in Zukunft aus mit den Schätzen, die sie hier hat. Ich darf noch mal sagen, ein Rechenzentrum, das, glaube ich, hat noch gar keiner gesagt, kommt gerne hierher, wenn man die grüne Energie hat. Aber das Rechenzentrum benötigt 24/7 365 Tage lang Energie. Wenn wir hier nur erneuerbare Energien haben, werden wir hier keine Rechenzentren, keine Wertschöpfung haben. (Enrico Schult, AfD: Ja, das ist so was von richtig! – Thore Stein, AfD: Hört, hört!) Das muss man sagen. Wir brauchen da einen guten Mix, und auch dieser Mix spricht nicht gegen erneuerbare Energien. Wir haben das Thema der Batteriespeicher und so weiter. Wir haben natürlich das Thema der Leitungen. Aber wir müssen das betrachten, wo kommt denn unsere Wertschöpfung von morgen her über den Energiebereich hinaus und verknüpft mit der Ernährungsindustrie und mit unserer Wirtschaft. Was Kommunikation anbetrifft, haben wir, glaube ich, ein gutes, bewährtes Instrument. Das ist eine Mannschaft von zehn Personen, die LEKA, ich glaube, eine gute Truppe, die hier unterwegs ist und die man auch mit entsprechenden Aufgaben ausstatten kann, die, glaube ich, auch sehr gut angenommen wird. Da habe ich jetzt am wenigsten Sorge drum. Aber ich glaube, wir müssen uns jetzt hier wirklich mit dem Thema befassen, wie bekommen wir dieses integrierte Zukunftskonzept, Industriekonzept, Energiekonzept, Landwirtschaftskonzept für Mecklenburg-Vorpommern hin. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke)

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