Christian Albrecht
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werter Kollege! Das war jetzt, würde ich sagen jetzt, also komplett all over the place, (Heiterkeit bei Dr. Daniel Trepsdorf, Die Linke: Ja.) ziemlich wirr. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) Also, wenn Sie gerade jetzt dann wieder sagen, dass der NDR zu links ist, also wenn Gendern und meinetwegen Respekt und Sichtbarkeit und ein Einsatz für Demokratie, wenn das links ist, dann sagt das sehr viel über Ihr eigenes Politikverständnis aus. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke – Dr. Daniel Trepsdorf, Die Linke: Genauso ist es.) Ansonsten möchte ich auch noch mal sagen, dass auch die Antifa, die Sie ja gerne so als – haben Sie auch, glaube ich, so gesagt – (Jeannine Rösler, Die Linke: Ja.) „unsere Truppen“ – also wo ich denke so, schön wäre es. Also das ist ja nicht so. Die antifaschistische, (Thore Stein, AfD: Aha!) diese Bewegung, (Thore Stein, AfD: Schön wäre es, ja?) der antifaschistische Grundsatz ist ja sehr breit getragen, über auch verschiedene, über Gewerkschaften, über verschiedene Parteien, über ganz, ganz viele Menschen. Konrad Adenauer war auch mal Antifaschist, der hat sich auch dagegen eingesetzt. Also das dann immer so zu framen, als wäre das irgendwie eine homogene Truppe, die auch noch straff durchorganisiert wäre und dann gegen Sie vorgeht, das ist kompletter Quatsch. (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD – Zuruf von Jan-Phillip Tadsen, AfD) Ein Einsatz für Demokratie und gegen Faschismus ist breit gesellschaftlich getragen. (Dr. Daniel Trepsdorf, Die Linke: Lesen Sie mal Bonhoeffer, Herr Förster, lesen Sie mal Bonhoeffer!) Und ansonsten möchte ich noch mal darauf eingehen, auf meine Zwischenfrage. Dann sagen Sie, Heidi Reichinnek, die sagt: „Auf die Barrikaden!“, was ja auch, also das ist ja vereinbar mit unserem Grundgesetz. Da, wo man der Meinung ist, man sieht eine Ungerechtigkeit, darf man auch widerständig sein. Das ist übrigens noch nicht mal ein Aufruf zu Gewalt. Aber wenn man dann feststellt, dass ein AfD-Politiker – und ich habe Ihnen ein Beispiel genannt – dann sagt, wir können die Leute dann immer noch erschießen und vergasen, dass das für Sie dasselbe ist, finde ich auch, sagt noch mal eine ganze Menge darüber aus. Und dann ist es so, dass dieser Mensch nach diesen Aussagen bei Ihnen angestellt wird. Also das liegt da, das gucken Sie sich an und sagen, der darf bei uns in der Fraktion arbeiten, das ist für uns jemand, der mitarbeiten darf. Ich möchte damit nicht sagen, dass es nicht in jeder Partei ein paar Verrückte gibt. Kann ich mich erinnern, Gregor Gysi hatte mal gesagt, fünf Prozent Bekloppte gibt es überall. (Unruhe vonseiten der Fraktion der CDU – Heiterkeit bei Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Sebastian Ehlers, CDU) Aber da machen Sie es sich dann nach meinem Empfinden auch zu leicht, weil das ist nicht bekloppt, das ist menschenverachtend – erschießen und vergasen –, (Jeannine Rösler, Die Linke: Zutiefst menschenverachtend.) und ich möchte noch mal darauf hinweisen, dass von den 50.000 …
