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Barbara Becker-Hornickel

FDP 29.01.2026 Sitzungen 8/125

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Wir haben gestern um die Bedeutung des Ehrenamts ausführlich debattiert. Wir haben festgestellt, Ehrenamt ist kein Niceto-have, es ist ein tragender Pfeiler unserer Demokratie, unseres Alltags und unseres sozialen Zusammenlebens. Wenn im ländlichen Raum die Freiwillige Feuerwehr ausrückt, sind es Ehrenamtliche, die Leben und Sachwerte retten. Wenn der Sportverein Kindern eine Perspektive gibt, Integration ermöglicht und Gemeinschaft stiftet, geschieht das oft durch die Menschen, die nach ihrer täglichen Arbeit noch auf dem Platz stehen. Wenn in den Chören oder im Kulturverein Geschichte bewahrt, Musik und Traditionen gepflegt werden, dann ist das Ausdruck von Engagement, das identitätsstiftend wirkt und Städten Farbe und Leben verleiht. Die Engagementstrategie, die uns heute vorgelegt wird in ihrer Konsequenz, nimmt die Vielfalt des Engagements ernst, von den klassischen Vereinen über die Freiwilligendienste bis hin zu neuen informellen Formen wie digitale Nachbarschaftshilfe oder projektbezogenen Initiativen. Sie benennt zentrale Hemmnisse, die den Engagierten seit Jahren das Leben schwermachten, allen voran Bürokratie, mangelnde Sichtbarkeit, unzureichende Mobilität im ländlichen Raum und fehlende technische Ausstattung. Und sie schlägt konkrete Maßnahmen vor, um Zugänge zu erleichtern, Organisationen zu stärken, Anerkennung auszubauen und die digitale sowie räumliche Infrastruktur zu verbessern. Ich las diese Engagementstrategie eher positiv. Sie stellt die Weichen dafür, dass die Menschen, die unser Land tragen, künftig bessere Bedingungen vorfinden. Wir bauen auf eine zeitnahe, konkrete Umsetzung. Genau deshalb stimmen wir heute zu. Wir als FDP sehen das Ehrenamt auch dort, wo es oft übersehen wird: bei den Menschen, die Nachbarschaftshilfe organisieren, Geflüchtete begleiten, Senioren unterstützen oder sich in Elternräten und Fördervereinen engagieren, und nicht zuletzt bei jenen, die digitale Initiativen starten, lokale Projekte ins Leben rufen oder einfach dort Verantwortung übernehmen, wo sie gebraucht werden – manchmal spontan, oft unbürokratisch, immer sinnvoll. All diese Tätigkeiten haben eines gemeinsam: Sie entstehen aus Freiheit und Verantwortung, nicht aus Pflicht. (Beifall David Wulff, FDP) Und genau diese Freiheit ist die Grundlage einer lebendigen Bürgergesellschaft, die stärker ist, als jede staatliche Maßnahme es sein könnte. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD, Elke-Annette Schmidt, Die Linke, und David Wulff, FDP)

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