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Christian Pegel

29.01.2026 Sitzungen 8/125

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Abgeordneter, genauso, wie ich Ihnen geantwortet habe. Also es gibt momentan, glaube ich, niemanden, der größere Zweifel haben kann, wo ich da stehe. Ich habe gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen diese Karte umgesetzt. Ich habe immer gesagt, dass unsere Hauptmotivation, das bleibt sie auch, die Verwaltungsvereinfachung ist. Noch mal, wir haben in allen Gemeinschaftsunterkünften und der Erstaufnahmeeinrichtung in den letzten Jahren zum Teil drei Tage lang Bargeld ausgezahlt. Das hat einen Riesenaufwand gemacht, und das Bargeld müssen Sie klein haben. Das heißt, Sie brauchen Sicherheitsdienste, Sie müssen es da liegen haben, Sie müssen mit den einzelnen Beteiligten umgehen. Jetzt sind das wenige Knopfdrücke und es macht quasi die Rechnerlandschaft im Hintergrund bei vielen Tausend Karten die Auszahlung. Also für die Kolleginnen und Kollegen, für alle Beteiligten hat es einen wesentlichen Entspannungsfaktor gebracht. Erstens. Zweitens, noch einmal, ich halte das für ein absolutes Minderheitenthema. Selbst wenn es sechs Initiativen sind, ich höre – wir haben in Vorpommern-Greifswald nachgefragt, wir haben unsere eigenen Kollegen noch mal ins Gespräch genommen –, ich höre, dass es dort wirklich an wenigen Händen abzählbar ist. Ich glaube, dass wir gemeinsam aufpassen müssen, dass wir ein Thema nicht deutlich populärer machen, als es bislang ist. Und ich werbe auch noch mal für das, was ich zumindest im Innenausschuss schon gesagt habe, das würde ja bedeuten, dass eine Vielzahl von Menschen, die in Deutschland leben, sich finden und sagen, ich gehe regelmäßig mit Bargeld zu einem Ort, kriege dafür einen Einkaufsgutschein und gehe dann mit dem Einkaufsgutschein, wiederum gebunden ja am Ende auch an gewisse Ladenlokale, Sie kriegen dann ja für eine der verschiedenen Supermarktketten entsprechende Gutscheine, das umsetzen. Und das müsste ich über Jahre tun. Ich glaube nicht an die Massentauglichkeit solcher Überlegungen. Ich sehe, dass es unser System nach meiner Überzeugung nicht erschüttert und durcheinanderbringt, und halte es weiterhin für eine absolute Randthematik. Aber ich werbe dafür, dass eben auch die, die die Karte kriegen, uns nicht reihenweise kritisch gegenübertreten – zumindest sind das die Rückkopplungen, die ich erhalte –, sondern die große Mehrzahl die Karte nimmt und damit umgeht. Und im Übrigen, wenn Sie heute in Geschäfte gehen, bin ich überzeugt, die Bargeldzahlenden sind echt in der Minderheit. Das heißt, ich werde mit einer Kartenzahlung nicht diskriminiert. Man kann trotzdem anders darauf gucken. Den Spagat halte ich in meinem eigenen Wahlkreis aus und den halte ich auch in der Koalition aus, dass einige das für weniger menschenwürdig halten als ich. Ich finde Kartenzahlung nicht menschenunwürdig und praktiziere sie selber und erlebe, dass meine Kinder sie praktizieren. Die nächste Generation ist da noch mal entspannter. – Herzlichen Dank!

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