Dr. Till Backhaus
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau van Baal! Also grundsätzlich ist es so, wir haben ja drei Säulen. Die Säule eins ist die Prävention, die Säule zwei ist das Monitoring und die Säule drei ist das Management. Und wir haben natürlich zur Kenntnis genommen, dass wir in Deutschland und auch hier in Mecklenburg-Vorpommern ein deutliches Ansteigen der Wolfspopulation zu verzeichnen haben. Wir liegen jetzt in M-V bei 28 Rudeln, fünf Paaren und drei Einzeltieren. Deswegen haben wir entschieden, auch vor dem Hintergrund der Abstufung und auch des Gesetzgebungsverfahrens, was ja auf Bundesebene endlich hoffentlich zu einer rechtssicheren Umsetzung dieser Projekte führen wird, haben wir gesagt, wir müssen das stärker in die Fläche verlagern. Und dazu sind natürlich die Forstämter – Sie wissen, wir haben 29 Forstämter – und damit sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kooperation mit der Jägerschaft, in Kooperation mit den Landwirten natürlich in der Lage, insbesondere das Monitoring deutlich besser umzusetzen, denn wenn man in ein Management eintreten will, müssen wir gewährleisten, dass der gute Erhaltungszustand beibehalten wird. Der ist jetzt gemeldet, aber wir brauchen natürlich die Daten. Und die Daten funktionieren nur, wenn wir sie füttern, und zwar digital. Und deswegen haben wir entschieden, dass, wenn man so will, die drei Säulen jetzt in das Kompetenzzentrum eingegliedert werden und damit das aufgabenverstärkte Forstamt in Jasnitz diese Aufgabe übernimmt. Die koordinieren im Übrigen dann auch das gesamte Management und auch die Wissenschaft und die Forschung und auch die Öffentlichkeitsarbeit. Und sie koordinieren dann und sollen dann auch in der Zukunft, sobald der Managementplan und hoffentlich dann bis zur Sommerpause das Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene abgeschlossen ist – das ist ja morgen wieder im Bundesrat –, dass wir dann in dieses Management kommen. Aber ich sage auch noch mal sehr klar, meine/unsere Priorität liegt darin, die auffälligen, die schadensstiftenden Wölfe zu entnehmen. Und dies wird komplett dann tatsächlich über das Wolfskompetenzzentrum, über Jasnitz gesteuert, in Zusammenarbeit mit den anderen Kollegen, mit der Wissenschaft, Dr. Stier, oder eben auch mit der Hotline.
