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Barbara Becker-Hornickel

FDP 12.12.2025 Sitzungen 8/123

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Gewalt gegen Kinder ist eines der schwersten Verbrechen in unserer Gesellschaft. Wenn ein Kind betroffen ist, dürfen wir nicht zögern. Das ist unsere Verantwortung. Und genau hier setzen auch Childhood-Häuser an. Sie verbinden Hilfe, medizinische Expertise und strafrechtliche Aufklärung unter einem Dach. Das ist modern, effektiv und entspricht unserem Verständnis einer starken, freiheitlichen und kindgerechten Infrastruktur. Der Bedarf ist eindeutig. Vielen Dank noch mal, Herr Ehlers, für Ihre Eindrücke aus dem Childhood-Haus in Schwerin! Ich war nicht dabei, aber Ihre Worte, Ihre Eindrücke – das, denke ich, bringt Gänsehaut mit herbei. Es ist kaum vorstellbar. Und jedes Kind ist gleich viel wert, unabhängig vom Wohnort und unabhängig vom Landgerichtsbezirk. Kein Kind, egal, ob Westen oder Osten unseres Landes, darf schlechter versorgt werden. (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sebastian Ehlers, CDU, und René Domke, FDP) Wer Gleichwertigkeit ernst nimmt, muss Angebote schaffen, die auch wirklich überall erreichbar sind. Und wie die Ministerin vorgetragen hat, wenn es die Childhood Foundation, wenn man ein Childhood-Haus nur nach bestimmten Vorgaben eröffnen kann, was steht denn im Wege, vergleichbare Einrichtungen zu schaffen? (Beifall Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ganz genau! Ganz genau!) Das, denke ich, ist doch auch eine Frage, darauf müssen wir eine Antwort finden. Und das ist kein Selbstzweck, das ist kein Prestigeprojekt, sondern eine bedarfsorientierte Investition. Kinder, die Gewalt erfahren haben, brauchen schnelle, abgestimmte und verlässliche Hilfe, sie brauchen Fachleute, die zusammenarbeiten und nicht nebeneinanderher arbeiten, und dann noch zeitlich versetzt. Und Childhood-Häuser oder, ich erlaube mir, jetzt zu sagen, auch vergleichbare Einrichtungen, schaffen doch genau diese Struktur. Und wesentlich ist dabei die enge Kooperation mit den Kommunen. Sie kennen die Lage vor Ort, sie können Flächen, Wege und Netzwerke bereitstellen. Und nur gemeinsam entsteht ein Schutzsystem, das wirklich trägt, ein Schutzsystem, das die Kinder ernst nimmt und ihnen in einer schwierigen Zeit Orientierung gibt, und ein System, das Ermittlungen beschleunigt und Mehrfachbelastungen vermeidet. Für uns Freie Demokraten zählt, dass Lösungen wirken. Und genau an diesem Punkt bringen Childhood-Häuser oder vergleichbare Einrichtungen Lösungen. Sie liefern diese Lösung. Sie stärken Betroffene, verbessern Verfahren und schaffen keine zusätzliche Bürokratie. Dieser Antrag verdient unsere Zustimmung. Er setzt auf Vernunft, auf Gleichbehandlung und auf eine Infrastruktur, die Kindern in unserem ganzen Land hilft. Wir werden zustimmen. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und René Domke, FDP)

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