Dr. Wolfgang Blank
Ja, sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Abgeordneter, werter Herr Waldmüller! Moin! Ich tue mich ein bisschen schwer daran, und da bleibe ich auch dabei, wenn ich über Statements, Zitate, die in gewissen Situationen getroffen werden, über die Presse höre. Ich muss auch zugeben, ich gehöre oft zu denen, die morgens nicht selbst die Presse lesen, sondern mich informieren lasse und bewerte das dann durchaus für mich. Und insofern, glaube ich, steht es mir auch nicht zu, jetzt zu Aussagen da etwas zu sagen. Natürlich habe ich eine Meinung dazu, und wie die Meinung ist, glaube ich, können Sie sich klar sein, das werden Sie sich klar sein. Ich interpretiere das jetzt nicht in die Richtung, wie Sie es gesagt haben. Das Zitat ist in einer gewissen Situation gefallen, auch aus einer gewissen, wie sagt man, aus dem, war ja auch der, der Auftritt oder die Rede beim BDA. Ich glaube, es zeigt, ich will es mal vielleicht noch auf eine ganz andere Ebene heben, noch das grundsätzliche Problem, das wir haben und das ich/wir ja allerorten feststellen – ich darf das jetzt ja, ich glaube, ich bin heute jetzt dann ein Jahr hier mit dabei –, dass wir oft und stark noch in unseren Rollen agieren und handeln. Jetzt will ich mal das tun, was mir ansteht, nämlich das bewerten, was ich zum Teil von den Kolleginnen und Kollegen jetzt meiner Herkunft dann manchmal höre. Da bin ich auch manchmal verwundert, wie stark und auch, ich sage mal, kämpferisch – und ich will nicht sagen, wenig rational, aber auf Entrüstung, ich will nicht sagen, unbedingt ausgerichtet, aber auf, ja, Vereinfachung auch ausgerichtet – dann die Kollegen im Bereich auch der Arbeitgeber unterwegs sind. Ich glaube, wir haben hier noch einen großen Prozess vor uns. Ich stehe also für eine Partnerschaft. Natürlich, die brauchen wir unbedingt, und die brauchen wir auf der Ebene umso mehr. Und ich glaube, da sind alle Seiten gehalten, über den Schatten zu springen und miteinander ganz konkret ins Gespräch zu gehen. Wir diskutieren es ja auch immer wieder, wenn wir unsere wirtschaftliche Lage anschauen, wenn wir über Tariftreue sprechen, wenn wir über Rahmenbedingungen sprechen. Da haben wir, glaube ich, den Konsens, dass wir in der großen Industrie eine starke Rolle von Tarifverträgen, von Gewerkschaften haben, die gewachsen ist. Das ist ein Standard, den wir hier haben. Das ist sozusagen die DIN-Norm für die Arbeitgeber. Sehr, sehr gut, überhaupt kein Problem! Wir haben ein Problem, wenn wir uns dann in den kleinen und mittleren Unternehmen bewegen, wo ich mir auch an der einen oder anderen Stelle und an vielen Stellen auch sehr viel mehr Flexibilität wünschen würde. Das würde ich gern sachlich und fachlich dazu einbringen. Soweit vielleicht mal auf den ersten Teil der Frage. – Danke schön!
