Dr. Harald Terpe
Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Wie immer ist der Einzelplan 8 einer der umfangreichen Einzelpläne, also mit anderen Worten, relativ dick das Buch. Vorteilhafterweise gibt es eine Reihe unterschiedlicher Quellen aus eigener Wirtschaftstätigkeit, in Klammern Forstwirtschaft, Einnahmen aus Flächenbewirtschaftung, EU- und Bundeszuweisungen, Gebühreneinnahmen, also ein ansehnlicher Einnahmebetrag. Das ist auch die Besonderheit immer dieses Buches, dass fast die Hälfte der Ausgaben auch durch Einnahmen irgendwie gegengedeckt ist. Aber es ist ja schon gesagt worden, ein Großteil stammt aus der EU und sind Bundesmittel. Oft wird im Fachbereich über Millionen geredet. Das kennen wir aus den Reden hier auch vom Pult. Auch unser Minister bringt die Millionen oft ins Gerede. Ich möchte deshalb den Fokus meiner Rede auf Projekte richten, die nicht so stark im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, oder auf nachhaltigere Projekte lenken. Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland der Nationalparks. Es ist Nobelpreisträger Succow, dem Gestaltungsmacht nach der friedlichen Revolution zu verdanken ist, dass sich dort in diesem historisch geöffneten Fenster die Möglichkeit ergab, viele Gebiete unter Nationalparknaturschutz zu stellen. Es hatte nur eines relativ geringen Haushaltsimpulses bedurft von nämlich nur 339.000 Euro, um mit sechs Vollzeitäquivalenten die Nationalparkarbeit für Besucher und Bildungsarbeit zu stärken. Aber nicht mal das ist durchgegangen von unseren Änderungsanträgen. Auch ein weiteres Projekt, das wir unbedingt stärker fördern sollten, hängt mittelbar mit der friedlichen Revolution und dem Fall des Eisernen Vorhangs zusammen. (Unruhe vonseiten der Fraktion Die Linke) Ich spreche vom sogenannten Grünen Band, einem Naturmonument von nationaler Bedeutung. Der Todesstreifen ist zu einem Grünen Band der Vereinigung von Ost und West, Nord und Süd geworden. Ist der bescheidene Wert von 150.000 Euro es nicht wert, wie in einem unserer Änderungsanträge vorgeschlagen wurde, um Management, Kartierung, Besucherbetreuung und so weiter voranzubringen? (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Abschließend ein Wort zu den von uns beantragten Ökokompetenzzentren, (Zuruf aus dem Plenum: Oha!) die es sogar in den Bericht unseres Finanzausschussvorsitzenden geschafft haben, wo er gesagt hat, der wurde aber abgelehnt. (Marc Reinhardt, CDU: Aha!) Da geht es um 1 Million und 2 Millionen, das sind sogar etwas höhere Beträge als bei den anderen beiden bescheideneren Projekten, die wir gerne in die Beratung, Verarbeitung, Veredelung und Vermarktung stecken würden von Produkten aus dem Ökolandbau und hier eben eine institutionelle Förderung einführen wollten statt einer Projektförderung. Das sollte uns dieser Ökolandbau wert sein. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
