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Dr. Harald Terpe

GRÜNE 13.11.2025 Sitzungen 8/119

Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! „Heckenschere statt Kettensäge“ – wer einem ein selbst geschaffenes Wordingproblem im Rahmen einer Landtagsaussprache hinwirft wie ein Aufsatzthema, sollte sich nicht über eine freie Assoziation zu diesem Thema wundern. (René Domke, FDP: Macht er auch nicht.) Zunächst kam mir die Assoziation einer gewissen selbstgefälligen Anmaßung seitens der FDP, uns ihrer Selbstkasteiung auszusetzen. Was meine ich damit? Ich habe mich nämlich hinterfragt, ist es nicht ein Schritt der Emanzipation, geradezu eine Minirevolution der Mecklenburg-Vorpommern-FDP gegenüber ihrem großen Vordenker Christian Lindner, (Torsten Koplin, Die Linke: Autoverkäufer.) der ja die Kettensäge politisch heraufbeschworen hat – ich kenne dieses Verhalten, das kannte ich aus dem Bundestag, das haben Vorgänger von Lindner auch schon gemacht –, hat man, wenn ich mich richtig erinnere, frei nach dem libertinären Argentinier Milei – der Lindner – assoziiert. Aber, verehrte Kolleginnen und Kollegen, auf die konkrete Botschaft kommt es an. Statt Zerstörung – Kettensäge – nur noch Stutzung mit der Heckenschere. Was ist nur aus den Liberalen geworden, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das frage ich mich auch.) die mit der Idee des Bürgerstaates den Obrigkeitsstaat überwinden wollte – Preußens und Russlands?! Warum also die Diskreditierung des Staates, der nach eurer Meinung gestutzt gehört, und nicht die tiefe Überzeugung, dass ein gut aufgestellter Staat, ein Sozialstaat das Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger in Freiheit, (René Domke, FDP: Das hat doch überhaupt gar keiner gesagt.) Demokratie, Sicherheit, Solidarität, Interessenausgleich und vieles andere mehr erst ermöglicht? (René Domke, FDP: Jaja.) Also ist wohl, um in der Gärtnersprache zu bleiben, ein filigraner Verschönerungsschnitt ein angebrachteres Bild für das, was Liberale ursprünglich mal wollten. Ich andererseits, liebe Kolleginnen und Kollegen, fürchte, dass die FDP doch auf dem konsequenten Weg der Wirtschaftslibertinität ist, die, wie ich kürzlich gehört habe, zwangsläufig in einer anarchokapitalistischen Oligarchie mündet, (Heiterkeit vonseiten der Gruppe der FDP) wo weniger, wenige Leute freier sind als der Rest der Gesellschaft. Peter Thiel lässt grüßen! – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, Die Linke und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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