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Torsten Koplin

Die Linke 13.11.2025 Sitzungen 8/119

Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter, Sie haben eingangs von harter Arbeit gesprochen. Die harte Arbeit auch in Argentinien – und in diesem Fall verbleibend – hat nicht Milei geleistet, sondern die harte Arbeit leisten all diejenigen, die tagtäglich arbeiten gehen und Werte schöpfen in ihren Unternehmen. (Beifall vonseiten der Fraktion Die Linke – Dr. Daniel Trepsdorf, Die Linke: So sieht es aus.) Die Wertschöpfung wird im Arbeitsleben erreicht, auch durch Selbstständige, aber vor allen Dingen durch lohnabhängig Beschäftigte. (Henning Foerster, Die Linke: Die Senkung der Armutsquote hat er geschönt.) Sie schaffen die Werte, die verteilt werden, es ist dann eine Frage der Verteilung. Und ich hatte darauf hingewiesen, dass es eine extreme Armut da gibt, wo Neoliberalismus keine Grenzen gesetzt werden, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: So ein Blödsinn. Gucken Sie doch mal nach Brasilien!) wo es keinen sozialen Ausgleich gibt, keinen Sozialstaat gibt. Das finden Sie vielleicht alles ganz lustig – wir nicht, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das ist ja lächerlich!) wir sind für eine Umverteilung. Und zwar eine Umverteilung von unten nach oben, (Horst Förster, AfD: Auf die Barrikaden!) die es jetzt gibt, (Zuruf von Horst Förster, AfD) muss geändert werden in von oben nach unten. (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) Dieses Land leistet sich die unglaubliche, den unglaublichen Luxus, allein bei der Erbschaftssteuer 70 Milliarden Euro jedes Jahr liegen zu lassen. Das ist ungerecht, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Wir haben bereits die höchsten Steuereinnahmen, Herr Koplin.) dass die Superreichen und die großen Konzerne geschont werden, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Wir haben die höchsten Steuereinnahmen, wir brauchen gar nicht mehr.) dass Reichtum gepflegt wird und nicht solidarisch und gerecht versteuert wird. Das ist etwas, was wir nicht hinnehmen. Die knappen Kassen hängen damit zusammen, dass hier Reichtumspflege betrieben wird. (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) Und da sind wir nicht mit einverstanden. Das ist ja wohl ganz klar, das ist ganz klar, ja. (Zurufe von Horst Förster, AfD, und Jens-Holger Schneider, AfD) Es gilt da, was Brecht gesagt hat: „Armer Mann und reicher Mann standen da und sah’n sich an. Sagt der Arme zu dem Reichen bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ Das ist der Zusammenhang. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke – Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD)

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