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Thore Stein

AfD 13.11.2025 Sitzungen 8/119

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kollegen! Das Thema Paludikultur, nicht zum ersten Mal hier im Landtag. Es gab bereits Anträge zu diesem Themenkomplex im Jahr 2015, im Jahr 2016 und so weiter und so fort, also schon zwei Legislaturperioden voraus, damals übrigens noch gestellt gemeinsam von CDU und SPD. (Enrico Schult, AfD: Hört, hört!) Also die CDU hat damals schon die Zukunft der Paludikultur erkannt. Ich bin gespannt auf die Ausführungen von Herrn Diener gleich dazu. Was ist das übergeordnete Ziel dieses Antrags? Es geht hier ja gar nicht darum, dass man eine energetische Verwertung von Paludikulturen erreichen möchte. Das übergeordnete Ziel dieses Antrags ist es, die Landflächennutzungsänderungen in Mecklenburg-Vorpommern zurückzudrehen. Jene Flächen, die vor beginnend 600/700 Jahren trockengelegt worden sind, also Moorstandorte, die der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt worden sind, sollen wieder zurückversetzt werden in ihren Urzustand. Das heißt quasi, die Landflächennutzung, die damals passiert ist, soll heute wieder zurückgedreht werden, das Ganze unter dem großen Überbau, das Klima zu schützen. Das kennen wir ja bereits. Aber diese Flächen sind ja nicht ohne Grund trockengelegt worden. Diese Flächen sind trockengelegt worden, weil man darauf Nahrungsmittel produzieren wollte, nein, man musste Nahrungsmittel darauf produzieren, um die wachsende Bevölkerung zu ernähren. Und das ist bis heute so. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Diese Flächen, die sind ja heute nicht irgendwie brachliegend, sodass man sie jetzt einfach wiedervernässen könnte, sondern das sind ja heute landwirtschaftlich genutzte Flächen, überwiegend als Grünlandstandorte für die Fütterung von Vieh. Und nun ist es so, dass die Flächeneigentümer sich ja zu Recht wehren dagegen, dass man ihnen ihre Flächen entzieht und diese einfach einer dem Klimadiktat untergeordneten Wiedervernässung unterzieht. Das möchten sie nicht. Hier ist ein Eingriff in das Eigentum nun mal nicht einfach so durchzusetzen, und daher braucht es Alternativen. Diese Alternativen sehen dann so aus, dass man eine wirtschaftliche Nutzung entwickelt. Der Gedanke ist erst mal nicht verkehrt. Aber wie Sie eben schon gemerkt haben, seit 2015 grassiert diese Idee der Paludikultur in Mecklenburg-Vorpommern und zehn Jahre später ist der Erfolg recht dürftig. Wir haben gerade einmal auf 5.000 Hektar in ganz Mecklenburg-Vorpommern paludikulturähnliche Wirtschaftsformen ansiedeln können, und das in zehn Jahren, und das trotz einer sehr umfangreichen Förderung. Es gibt immerhin 450 Euro auf den Hektar, wenn man hier eine Fläche entsprechend der Bewirtschaftung unterzieht. Wir merken also, so richtig von Erfolg ist dieses ganze Vorhaben bisher nicht gekrönt, daher jetzt der nächste Vorschlag der GRÜNEN: Wenn man das Zeug, was da drauf wächst – Chinagras, Rohrkolben, ähnliches bisher eher wenig sinnvoll zu verwendendes Gewächs –, wenn man das schon nicht wirklich sinnvoll verwenden kann, dann möge man es doch wenigstens verbrennen. Vom Grundgedanken her sicherlich auch nicht verkehrt, aber es ist schlichtweg nicht wirtschaftlich, und wenn etwas nicht wirtschaftlich ist, dann ist Ihr Ansatz, es muss subventioniert werden. Und die große Vorstellung, dass, wenn man erst einmal die Angebotsseite stark quasi ausbaut, dass dann auch die Nachfrage in Gang kommt, und zwar nicht nur nach eben Produkten zur thermischen Verwertung, sondern eben auch nach höherwertigen Produkten wie zum Beispiel Dämmstoffen, Baustoffen, ... Herr Krüger, Sie sind gleich dran. ... das ist natürlich auch eine Wunschvorstellung, die so nicht belegbar ist.

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