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Barbara Becker-Hornickel

FDP 13.11.2025 Sitzungen 8/119

Sehr geehrte Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Ungewollte Kinderlosigkeit ist für viele Paare ein tiefgreifender Einschnitt in die persönliche Lebensplanung und individuelle Freiheit. Die emotionale Belastung, die mit einem unerfüllten Kinderwunsch einhergeht, ist kaum in Worte zu fassen. Hoffnung und Enttäuschung wechseln sich oft über viele Jahre hinweg ab. Für die Betroffenen ist dies eine Situation, die nicht nur psychisch, sondern auch physisch und finanziell belastet. Reproduktionsmedizin bietet heute vielfältige Möglichkeiten, Paaren auf dem Weg zum eigenen Kind zu helfen. Doch der Zugang zu diesen medizinischen Angeboten hängt in Deutschland noch immer stark vom Geldbeutel ab. Viele Paare müssen ihre Familienplanung aus finanziellen Gründen aufgeben oder auf unbestimmte Zeit verschieben. Das ist ein unhaltbarer Zustand für die individuelle Freiheit. Als Freie Demokraten setzen wir uns für die freie und selbstbestimmte Lebensgestaltung jedes Menschen ein. Dazu gehört auch das Recht, über den eigenen Familienweg zu entscheiden, unabhängig vom Einkommen. Der Wunsch nach einem Kind darf nicht an den Kosten einer Kinderwunschbehandlung scheitern. Es ist eine Frage der Fairness, dass alle Paare faire Chancen auf medizinische Unterstützung erhalten. Wir begrüßen daher, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern ungewollt kinderlose Paare weiterhin unterstützen will, auch über die Gruppe verheirateter Paare hinaus. Das ist zeitgemäß. (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP) Die Erweiterung der Zuschüsse auf Kinderwunschzentren angrenzender Bundesländer ist ein sinnvoller Schritt. Gleichzeitig mahnen wir an, dass die Unterstützung unbürokratisch, transparent und bedarfsgerecht gestaltet sein muss. Paare in einer ohnehin sensiblen Situation brauchen keine zusätzlichen Hürden. Eine moderne Familienpolitik muss die Vielfalt von Lebensentwürfen anerkennen und gerechte Zugänge schaffen. Wir stehen diesem Antrag nicht im Wege. Freiheit und Verantwortung müssen auch hier Hand in Hand gehen. Und wir stimmen auch dem Änderungsantrag der Kollegin van Baal zu. – Danke! (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP und Sandy van Baal, fraktionslos)

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