Mandy Pfeifer
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kinderlachen ist Zukunftsmusik. (Zuruf von Katy Hoffmeister, CDU) Kinder sind wie kleine Sonnen, die auf wundersame Weise Wärme, Glück und Licht in unser Leben bringen. Kinder sind sichtbar gewordene Liebe. (Torsten Renz, CDU: Ah, holt nicht so ab.) Es gibt so viele Sprichworte, die beschreiben, welchen Stellenwert unsere Kinder in unserem Leben einnehmen, und viele von uns haben das Glück zu wissen, wie viel Sinn und wie viel Glück Kinder einem Leben geben können. Und viele von uns kennen Geschichten von Paaren, die sich von ganzem Herzen ein Kind wünschen und dieser Wunsch sich nicht erfüllt. Emotionale Krisen, Depressionen, ein geringeres Selbstwertgefühl und soziale Isolation sind nicht selten die gravierenden Folgen eines unerfüllten Kinderwunsches. Meine Damen und Herren, es liegt in unser aller gesellschaftlichem Interesse, dass all diejenigen, die sich Kinder wünschen, auch Kinder bekommen. Deshalb werden Kinderwunschbehandlungen durch die Krankenkasse unterstützt, und deshalb gibt es seit über 20 Jahren ein Bundesprogramm und in Mecklenburg-Vorpommern auch ein Landesprogramm, die die Unterstützung der Krankenkasse ergänzen und die betroffenen Paare zumindest erst einmal finanziell entlasten sollen. (Torsten Renz, CDU: Das heißt, der Antrag hat sich erledigt.) Mecklenburg-Vorpommern war an dieser Stelle schon immer sehr früh sehr klar, und so soll es auch bleiben. Die regierungstragenden Fraktionen bekennen sich also zu ihrem Landesprogramm. Was nun noch folgen muss, ist die Modernisierung des Paragrafen 27a SGB V. Der regelt die Unterstützung von Kinderwunschbehandlungen durch die Krankenkasse und setzt immer noch die Ehe von Mann und Frau voraus, und das ist veraltet. (Sebastian Ehlers, CDU: Steht aber nicht im Antrag. – Torsten Renz, CDU: War mit den Linken nicht zu machen.) Meine Damen und Herren, Sie kennen das Familienbild meiner Fraktion. Familien sind da, wo Liebe ist und wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Wir brauchen also eine Modernisierung der Regeln für die assistierte Reproduktion auf der Bundesebene. Die ethischen Möglichkeiten und Regelungsvorschläge dazu hat die von der Ampelkoalition eingesetzte hochkarätig besetzte Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin in ihrem Bericht vorgelegt. Aktuell berät die Kommission zur Sozialrechtsreform und wird im Januar 2026 einen Abschlussbericht vorlegen. Wir nutzen diese Debatte, um noch mal das Signal zu senden, dass der Bericht dieser Kommission dort auch Eingang findet. (Katy Hoffmeister, CDU: Aber steht nicht in Ihrem Antrag.) Und außerdem freuen wir uns also klarzumachen, die Ministerin hat es gesagt, was passiert in unserem Land. Der Bund reduziert die Mittel, dadurch reduzieren sich die Landesmittel. Das ist der Grund, warum die Mittel nicht abfließen, Frau Federau. Das heißt noch lange nicht, dass wir diese Mittel nicht brauchen. Wir sehen mit Freude auf das Jahr 2026, wo der Bund diese Mittel wieder erhöhen wird. Das müssen die betroffenen Familien wissen, weil die leiden sehr darunter, dass es aktuell Schwierigkeiten gab. Deswegen beraten wir diesen Antrag, machen den Bericht der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung aus diesem Land heraus noch mal stark, und ich bitte Sie, das in diesem Sinne zu unterstützen. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und Die Linke)
