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Torsten Renz

CDU 12.11.2025 Sitzungen 8/118

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich will nur noch mal eins sagen zum eigentlichen Thema Bildungsnotstand: Wer das nicht erkennt, der verkennt die Realität. Und wenn ich mir einige Reden angehört habe, wie philosophisch Sie über Regionale Schule sprechen, welche Zustände wir da haben, da kann ich Ihnen wirklich nur empfehlen, sprechen Sie mit Eltern, gehen Sie in die Schulen, sprechen Sie mit Betrieben, damit Sie wenigstens mal das hören, wie die Realität sich darstellt. Und verklären Sie das nicht, und dann noch mit solchen Reden! Aber was mir noch mal am Herzen liegt, weil es wird natürlich jetzt sehr fachspezifisch, Herr Butzki und Frau Rösler, aber damit die anderen das auch mal gehört haben, Sie haben ja aus meiner Sicht kläglich versagt, als ich noch mal das Thema Kontingentstundentafel und Stundentafel, die Unterschiede von Ihnen herausgearbeitet bekommen habe. Die Antwort hat für sich gesprochen. (Zuruf von Andreas Butzki, SPD) Aber mich hat dann noch mal motiviert Frau Rösler, Frau Rösler, die dann noch mal sagt, wir sind – ich übersetze gleich, ne, übersetze und werte –, wir sind die Größten, wir sind jetzt hier in Regierungsverantwortung, jetzt haben die an der Regionalen Schule vier Stunden mehr Deutsch. Jetzt will ich Ihnen mal sagen, wie die Realität aussieht. Bis 2009 gab es eine Stundentafel Regionale Schule, Klasse 7 bis 10 hatten 15 Stunden Deutsch in der Summe. Dann kamen die CDU und die SPD und haben eine Selbstständige Schule eingeführt, mit an der Spitze der Bewegung unter anderem Herr Butzki, weil man sagte, die Zeit erfordert Flexibilität, Selbstständigkeit in Schule, wir haben eine ganz andere Generation, deswegen führen wir eine Kontingentstundentafel ein. Das hat dazu geführt, dass es für diese Klassen nur noch 11 Stunden Deutsch gab, aber man 27, wenn ich das richtig erinnere, 27 Stunden ins Kontingent gegeben hat, und man gesagt hat, vor Ort können die Leute entscheiden, wie wir damit am besten umgehen. So, jetzt sind wir im neuen Zeitalter. Was passiert? Da muss ich erst noch einiges dazu sagen. Einige Schulen haben gesagt, ist ja schön, dass die Kontingentstundentafel jetzt eingeführt ist, wir machen einfach mit der Stundentafel weiter. Wir machen einfach 15 Stunden weiter Deutsch. So, und jetzt kommt Rot-Rot in Regierungsverantwortung und jetzt kommen die Linken und sagen, jetzt machen wir was ganz Neues, jetzt machen wir eine Stundentafel, Kontingentstundentafel wird abgeschafft. Und was machen wir? Zitat Frau Rösler: Wir geben vier Stunden mehr Deutsch. Und wer der Mathematik einigermaßen in der Lage ist, das nachzuvollziehen, der wird genau erkennen, dass 11 plus 4 wieder 15 ist. Es hat sich nämlich nichts geändert. (Heiterkeit bei Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Und Sie suggerieren der Öffentlichkeit, dass jetzt mehr Deutschunterricht stattfindet. Nichts findet da statt! Das Einzige, was sich ändert, ist, dass die Kontingentstunden von 27 wieder runtergefahren werden auf eine Flexibilität von vier Stunden. Und dann kommt mein Kollege Butzki und sagt, das ist ja ein ganz großer Erfolg, jetzt können wir drei Stunden zusätzlich Englisch geben. Dazu müssen Sie aber sagen, das konnten Sie bei der Kontingentstundentafel auch schon immer machen. Und wenn Sie jetzt in die Verordnung reinschauen, dann steht da, vier Stunden Kontingent in Klasse 7, davon, wenn zweite Fremdsprache zum Beispiel Englisch gewählt wird, 3 Stunden. Das heißt, es bleibt nur noch eine flexible Stunde übrig. Sie haben das Thema nur bedingt erkannt. Es geht um die Herausforderung, Regionale Schule nach vorne zu entwickeln. Und das kann aus meiner Sicht nur mit der CDU geschehen. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU – Sebastian Ehlers, CDU: Sehr richtig!)

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