Barbara Becker-Hornickel
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Der Wunsch eben „Viel Glück!“, ich denke, es ging jetzt darum, dass ich einfach nur sprechen kann. Vielen Dank Ich habe keinen Zweifel daran, dass viele engagierte Lehrerinnen und Lehrer mit Leidenschaft unterrichten. Gerade die Regionalen Schulen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Bildungssystems. Sie bereiten junge Menschen auf Ausbildung, Beruf und Leben vor. Und auch ich möchte an dieser Stelle sagen, diese Leistung verdient Anerkennung und Respekt statt pauschaler Kritik. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, Die Linke und David Wulff, FDP) Selbstverständlich müssen grundlegende Kompetenzen gesichert und zugleich Zukunftsfähigkeiten vermittelt werden, etwa lebenslanges Lernen, kritisches Denken und wirtschaftliche Bildung. Dafür tragen unsere Schulen eine hohe Verantwortung, denn alle Kinder und Jugendlichen sollen die bestmögliche Bildung erhalten. Aber klar ist auch, Schule allein kann nicht alles leisten. Bildung ist immer eine gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule. (Vizepräsidentin Beate Schlupp übernimmt den Vorsitz.) Lehrkräfte können anregende Lernumgebungen schaffen, Interesse wecken und Motivation fördern, doch den inneren Antrieb, sich Wissen anzueignen, können sie nicht ersetzen. Leistungsbereitschaft bleibt eine persönliche Verantwortung jedes Einzelnen. Nur, wer bereit ist, sich einzubringen, kann seine Fähigkeiten auch wirklich entfalten. Die AfD behauptet, die Anforderungen der Mittleren Reife seien zu gering. Wir haben hier umfangreich gehört, Kompetenzmodelle mit den Standards liegen vor. Das haben wir uns jetzt wirklich sehr gut angehört und daran wird sich orientiert. Wir vertrauen auf die Professionalität unserer Lehrkräfte, die nach klaren Standards und pädagogischer Verantwortung handeln. Wir stehen für pädagogische Freiheit und Vertrauen in die Schulen. Aber ich möchte an dieser Stelle auch noch mal sagen, wir brauchen auch in der Gesellschaft die Anerkennung der Berufsausbildung, die Fähigkeiten, die Kenntnisse im Handwerk. Und ich denke, ich habe viele Gespräche geführt im Vorfeld. Es gibt wirklich Menschen, die der Meinung sind, ohne Abitur wäre man nichts wert, und dagegen müssen wir uns gesellschaftlich aufstellen. (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP) Die Wertschätzung und Bedeutung der Mittleren Reife ist wichtig. Sie ist die Grundlage für unsere Ausbildungsberufe. Und diesen Antrag, den lehnen wir ab. – Danke! (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP)
