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Barbara Becker-Hornickel

FDP 09.10.2025 Sitzungen 8/116

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Jeden Tag klingelt in den Praxen Mecklenburg-Vorpommerns das Telefon ununterbrochen. Man hat ja schon Glück, wenn man nicht auf einen Anrufbeantworter überwiesen wird. Patientinnen und Patienten rufen an, oft verzweifelt, weil sie dringend einen Termin brauchen. Die Ärzte und medizinisches Personal stehen unter Druck, Wartelisten wachsen, die Wege werden länger und die Menschen spüren, dass unsere medizinische Versorgung an ihre Grenzen stößt. Und, Frau Ministerin, es geht doch nicht darum, mit dem Fahrrad zum Zahnarzt zu fahren, es geht darum, einen Termin zu bekommen, schnelle Hilfe zu erfahren, (Beifall René Domke, FDP) und der Rest wird dann schon organisiert. Und oft fehlt zum Termin ein Folgetermin, um die oft lebenswichtige Organisation … Entschuldigung, wie heißt es jetzt? Das Wort ist weg. Es geht darum, dass die Behandlung schlicht und einfach weitergehen kann. Im Moment habe ich dort im persönlichen Umfeld Probleme, die muss ich mitansehen. Ich hätte nie geglaubt, dass es wirklich so schlimm ist. Und vor diesem Hintergrund begrüßen wir diesen Antrag der CDU und den Ihnen bekannten 10-Punkte-Plan zur Sicherstellung der haus- und fachärztlichen Versorgung in MV, auch von der CDU-Fraktion. Neben den Forderungen nach mehr Studienplätzen ist doch besonders wichtig die Forderung nach sektorenübergreifender Versorgung und die Stärkung kommunaler Versorgungszentren. Wir brauchen pragmatische Lösungen, die direkt an der Realität der Menschen ansetzen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bedarfsplanung, Telemedizin, Bürokratieentlastung und zur Nutzung von Modellprojekten finden unsere Zustimmung. Sie zeigen doch, wir müssen Innovationen fördern, Fachkräfte gewinnen und langfristig binden, um die medizinische Versorgung im Land stabil zu halten. Natürlich reicht es nicht, nur Maßnahmen zu beschließen. Papier ist geduldig, aber wir müssen sicherstellen, dass sie umgesetzt werden und dass Anreize statt starre Regulierungen im Mittelpunkt stehen. Genau hier setzt die liberale Sichtweise an, Eigenverantwortung, Flexibilität und Kreativität in den Praxen ermöglichen, statt neue bürokratische Hürden zu schaffen. Wir stimmen diesem Antrag zu. Und ich sage auch hier, wenn Sie so oft betont haben, von diesem 10-Punkte-Plan ist das gut, ist das gut, haben wir ja schon, wo ist denn das Hindernis, sich weiter mit diesem Plan zu beschäftigen? (Beifall René Domke, FDP) Und ich denke, oder vielmehr wir würden oder werden einer Überweisung in den entsprechenden Ausschuss zustimmen wie auch ansonsten diesem Antrag. – Danke! (Beifall René Domke, FDP)

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